<b>Von Lorenzo Baratter</b><BR /><BR />Vor wenigen Wochen wurde das Geschütz in einem Feld bei Gorgo al Monticano (Provinz Treviso) in rund vier Metern Tiefe lokalisiert.<BR /><BR />Das Škoda-Geschütz ist fast zwanzig Meter lang, wiegt 98 Tonnen und schleuderte 700-Kilo-Granaten über mehr als 30 Kilometer. 1916 stand es in Calceranica al Lago (Trentino), um das italienische Kommando in Asiago zu treffen; nach Caporetto gelangte es in die Trevisaner Ebene, seine Spur verliert sich in den Quellen.<h3> Ausgrabung und Restaurierung beginnt nun</h3>Aufgespürt haben das Geschütz zwei Forscher aus Venetien, Danilo Pellegrini und Luciano Chiereghin, nach monatelanger Archivarbeit sowie Messungen mit Magnetometer und der Auswertung von Satellitenbildern. Nun beginnt die entscheidende Phase: Ausgrabung, Sicherung, Restaurierung und die Entscheidung über ein Museum, in dem dieses Objekt ausgestellt werden kann. <BR /><BR />Der „Lange Georg“ ist ein außergewöhnliches materielles Zeugnis des Ersten Weltkriegs und der industriellen Kriegsführung. Bleibt er im Boden, verliert die Region erneut ein Kapitel Geschichte. Jetzt braucht es rasche Entscheidungen, gesicherte Mittel und ein tragfähiges Konzept zur Aufwertung.