Freitag, 02. August 2019

Der Mord, der keiner war: Paukenschlag im Fall Caciula

Ein Jahr lang saß Lorys Daniel Caciula in Bozen in U-Haft. Ihm wurde vorgeworfen, seine Tante Nicoleta ermordet zu haben. Nun ist er mit sofortiger Wirkung auf freiem Fuß. Über ihn wurde ein gerichtlicher Vergleich über 4 Jahre und 10 Monate Haft abgesegnet – wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Die Anklage wurde von Mord auf Körperverletzung mit Todesfolge abgemildert. Im Bild: Nicoleta Caciula. - Foto: Facebook
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Die Anklage wurde von Mord auf Körperverletzung mit Todesfolge abgemildert. Im Bild: Nicoleta Caciula. - Foto: Facebook

Feuerwehrmänner hatten die Leiche der 46-Jährigen am 17. Juli 2018 nach einem Brand in derer Wohnung in Bruneck aufgefunden. Kurz darauf war Lorys Daniel Caciula, der Neffe der Toten, festgenommen worden. Der Gerichtspolizei gegenüber soll dieser dann ausgesagt haben, seine Tante getötet zu haben. Er musste sich wegen des Vorwurf des Mordes vor Gericht verantworten.

Bei der Verhandlung am Freitag dann der Paukenschlag: Nicoleta Caciula war zwar gewürgt worden, aber nicht erstickt, sondern an einem Herzinfarkt gestorben. Damit musste die Anklage von Mord auf Körperverletzung mit Todesfolge herabgestuft werden. Richter Walter Pelino segnete in der Folge einen gerichtlichen Vergleich über 4 Jahre und 10 Monate Haft ab, auf den sich Anklage und Verteidigung geeinigt hatten. Gleichzeitig ordnete er die sofortige Enthaftung des 21-Jährigen an, da die verbleibende Haftstrafe unter 4 Jahren liegt und damit nicht im Gefängnis abgesessen werden muss.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstags-Ausgabe des Tagblattes „Dolomiten“

D/em

stol