Donnerstag, 03. August 2017

„Der mysteriöseste Dopingfall der jüngeren Zeit“

Mit „Sprengstoff aus Südtirol“ betitelt die Süddeutsche Zeitung am Donnerstag einen ausführlichen Bericht über die Doping-Causa Alex Schwazer.

Alex Schwazer kämpft weiter vor Gericht, um seine Unschuld zu beweisen.
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Alex Schwazer kämpft weiter vor Gericht, um seine Unschuld zu beweisen. - Foto: © STOL

Am Freitag beginnt die Leichtathletik-WM in London. Doch in Deutschland wird noch einmal zurück - und nicht vorausgeblickt. 

„Hat Italiens gefallener Olympiasieger Alex Schwazer den infamsten Sportbetrug seit Dekaden angezettelt? Oder handelt es sich in Wahrheit um eine neue Intrige des organisierten Sports?“ So beginnt die Süddeutsche Zeitung über den „mysteriösesten Dopingfall der jüngeren Zeit“ zu berichten. Dabei bergen die bei der Doping-Kontrolle am 1. Jänner 2016 von Schwazer abgegebenen Milliliter Urin „Sprengstoff für die Sportwelt“.

Wie berichtet, verlangt das Landesgericht in Bozen, dass sowohl A- als auch B-Probe vollständig an das kriminologische Institut in Parma zur Überprüfung überstellt werden. Das Oberlandesgericht Köln hatte bislang nur 10 Milliliter der A-Probe freigegeben. 

Alex Schwazer hält seine Probe für manipuliert - eine Vergeltungsaktion dafür, dass er als Kronzeuge gegen betrugsverdächtige Figuren aus der Anti-Doping-Szene ausgesagt hat. Dem Leichtathletikverband (IAAF) und der Anti-Doping-Agentur Wada attestiert die Süddeutsche in dem Fall, dass sie kaum Interesse an der Aufklärung zeigen. 

Der Fall Schwazer wird also vor Gericht weiter verhandelt - und derweilen birgt er genügend „Sprengstoff“. Und was die „Leichtathletik-WM in London wert ist, wird am Ende auch in Bozen geklärt“, so die Süddeutsche. 

stol/ker

stol