Die Frau sei am Morgen von der Nachtschicht zurückgekommen, der Mann habe wohl zu Hause auf sie gewartet, heißt es. Wenig später dann die Attacke: Mit einem Keramikmesser habe der Mann mehrmals auf die Frau eingestochen. Es gelang ihr, zu fliehen und um Hilfe zu rufen. Diese kam – in Person von Rettungsschwimmer Mauro Fracassi.<BR /><BR />Dem „Alto Adige“ hat der couragierte Nachbar ein Interview gegeben: Vielleicht wäre die ganze Sache ohne seine Schnelligkeit anders ausgegangen. Bis der Krankenwagen kam, drückte er die blutende Wunde ab.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1029645_image" /></div> <BR /><BR />„Ich bin dazugekommen, als sie noch am Boden lag“, sagt er. Die Frau habe geweint und viel Blut verloren. Der Angreifer sei barfuß und blutüberströmt bereits in Polizeigewahrsam gewesen. <BR /><BR /> <video-jw video-id="8OglQPqD"></video-jw> <BR /><BR />Bis zum Eintreffen des Rettungswagens drückte Fracassi einen Lappen gegen die blutende Wunde am Hals der Frau. „Ich habe sie gefragt, wo sie verletzt sei. Sie konnte trotz des tiefen Lochs in ihrer Kehle sprechen, das beruhigte mich. Sie weinte, war aber klar und gelassen – so gelassen man in einer solchen Situation sein kann.“ Die Szene sei ihm surreal erschienen. Die Wunde an der Kehle sei zentral gewesen, ein scharfer, gerader Schnitt. „Ich habe die Wunde so gut wie möglich abgedrückt, dann hat mich ein Polizist mit Handschuhen und Mull abgelöst, bis der Krankenwagen eintraf“, berichtet Fracassi.<BR />