Montag, 30. November 2015

Der "neue" Bevölkerungsschutz ist da

Bündelung der Kompetenz und schlankerer Aufbau: Zu diesem Zweck wurde die Agentur für Bevölkerungsschutz gegründet, in der die bisherige Abteilung Zivilschutz und die Abteilung Wasserschutzbauten sowie der operative Bereich Berufsfeuerwehr, Feuerwehrwesen und Brandverhütung zusammenfließen.

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Landesrat Schuler und Direktor Pollinger haben die Agentur am Montag vorgestellt.

"Wir haben", führte Zivilschutzlandesrat Arnold Schuler aus, "diese Agentur gegründet, um auch weiterhin über größtmögliche Flexibilität zu verfügen, da es sich um operative Bereiche handelt - eine Agentur in dieser Form gibt es europaweit nirgends".

Durch den verschlankten Aufbau wird höhere Effizienz erzeugt, zudem werden Kompetenzen und Synergien gebündelt. Das Verwaltungsverfahren wird durch die Einführung einer einzigen - statt bisher drei - Buchhaltung, einer Personalverwaltung und einer Vergabestelle vereinfacht.

In der Agentur werden rund 300 Mitarbeiter tätig sein, einschließlich der rund 140 Berufsfeuerwehrleute und 200 Arbeiter der Wildbachverbauung. Das Budget wird sich auf 75 Millionen Euro jährlich belaufen. Auch die einheitliche Notrufnummer, erklärte Landesrat Schuler heute, wird 2016 umgesetzt.

Dienste bleiben erhalten

"Die Agentur ist eine Weiterentwicklung, die Dienste als solche bleiben erhalten", erklärte Rudolf Pollinger, Direktor der Abteilungen Zivilschutz und Wasserschutzbauten und neuer Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz.

In ihre Zuständigkeit allen Vorhersage, Vorbeugung, Bewältigung der Ereignisse und Wiederaufbau. Erhalten bleiben das Hydrographische Amt mit der Landeswetterzentrale, das Amt für Zivilschutz mit dem Landesfunkdienst und der Verkehrsmeldezentrale sowie der operative Bereich der Wasserschutzbauten mit dem Amt für öffentliches Wassergut und dem Amt für Stauanlagen, der Logistik und den Ämtern für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost, Nord, Süd und West.

Kompetenzzentrum für Gefahren und Risiken neu

Unter dem Dach der Agentur findet sich auch der operative Bereich der Berufsfeuerwehr mit dem Amt für Feuerwehrwesen und der Brandverhütung. Neu, legte Direktor Pollinger dar, ist das Kompetenzzentrum für Gefahren und Risiken, in dem Fakten, Daten und Kompetenzen zusammengeführt werden, die heute getrennt sind, in der Planung wie im Katastropheneinsatz.

Die administrative Führung wird konzentriert, die Verwaltung ist autonom, die Finanzierung erfolgt aus Landesmitteln, die derzeitigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden automatisch Mitarbeiter der Agentur.

stol/lpa

stol