Montag, 31. August 2015

Der neue Carabinieri-Chef, ein "Südtirol-Freund"

Die Mission Mennitti beginnt: Zwei Jahre lang war der Kalterer Georg Baron Di Pauli Chef der Carabinieri-Legion Trentino-Südtirol. Auf ihn folgt nun Massimo Mennitti. Und auch "der Neue" sieht sich als Freund der Bevölkerung "dieser Berge und Täler" - und scheint sich der besonderen Herausforderungen bewusst.

Massimo Mennitti ist neuer Chef der Carabinieri-Legion Trentino-Südtirol.
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Massimo Mennitti ist neuer Chef der Carabinieri-Legion Trentino-Südtirol.

"Ich sehe es als großes Glück und ein Privileg an, eine Legion zu führen - und das an einem Ort, wo es verschiedene Kulturen beispielgebend verstanden haben, in Frieden zusammenzuleben", sagte Mennitti bei der Zeremonie zum Führungswechsel an der Spitze der hiesigen Carabinieri-Legion am Montag.

In Schlanders geboren

Mennitti ist 53 Jahre alt, stammt gebürtig aus Schlanders und hatte unter anderem das Kommando über die Carabinieri-Kompanie in Cortina und Meran inne. Er spricht deutsch.

Der neue Carabinieri-Chef grüßte in seiner Antrittsrede zuerst "die Carabinieri aller Einsatzbereiche und Dienstgrade, die jeden Tag ihre arbeitsintensive Aufgabe zum Schutz der hiesigen Bevölkerung leisten."

Sicherheit als oberstes Gebot

Sicherheit sieht Mennitti - auch in einem so gesunden Ambiente, wie Südtirol - als oberstes Gebot. "Sicherheit durch Prävention, durch verstärkte und besserer Kontrollen auch im Zuge des Flüchtlingsflusses durch das Land", so der neue Chef bei einem Presseempfang am Dienstag. 

  

Georg Baron Di Pauli (r.) geht, Massimo Mennitti (l.) kommt: An der Spitze der Carabinieri-Legion Trentino-Südtirol kam es zu einem Führungswechsel, den der Interregionale Carabinieri-Kommandant Carmine Adinolfi (M.) am Montag kundtat.

Bei seinem Antritt ging Mennitti unumwunden auf seine "Südtirol-Qualifikation" ein.

Allen Besonderheiten Rechnung tragen

Er sehe sich nämlich den Menschen dieses Ortes, den Tälern und Bergen, verbunden. Sie seien Teil seiner persönlichen Geschichte und seiner wertvollsten Erinnerungen. Und so weiß er um die Herausforderungen, die seine neue Aufgabe mit sich bringt.

Es sei dennoch keine einfache Aufgabe für die Carabinieri, allen Besonderheiten Rechnung zu tragen und all den arbeitsamen Leuten die Sicherheit zu garantieren, die sie verdienen. Dazu sollen vermehrt auch deutschsprachige junge Menschen für die Arbeit als Carabinieri im Land gewonnen werden.

Mennitti will "seine Mission" an der Spitze der hiesigen Carabinieri auf die hiesigen Werte aufbauen. Mennitti tritt damit in die Fußstapfen von Brigadegeneral Georg Baron Di Pauli.

Abschied des Kalterers von "seiner Legion"

"Es war eine wunderbare Zusammenarbeit", sagte Di Pauli bei seiner Verabschiedung. Er bedankte sich, dass er - Di Pauli ist Kalterer Abstammung - die Möglichkeit hatte, "seine Legion" zu kommandieren. Vor 40 Jahren habe er in Südtirol seine Militärkarriere gestartet. 

Schwierige Situationen bewältigt

Di Pauli stand seit 21. Jänner 2013 an der Spitze der Carabinieri in der Region Trentino-Südtirol. "Ihr habt all euer Engagement, eure Professionalität und nicht zuletzt eure Menschlichkeit bewiesen", lobte der scheidende Regionalkommandant die Zusammenarbeit, die es erlaubt habe, die besten Entscheidungen in den schwierigsten Situationen zu treffen. 

Di Pauli erinnerte rückblickend an:

 

 

Di Pauli übermittelte seinem Nachfolger, "meinem Freund Massimo, die besten Glückwünsche für den hervorragenden Einsatz, der auf ihn wartet". 

stol/ker

stol