Donnerstag, 03. Januar 2019

Der Nordwind pfeift uns kalte Lieder

Auch am Donnerstag bleibt laut Landesmeteorologe Dieter Peterlin der stürmische Nordwind wetterbestimmend. Wie es dazu kommt, erklärt der Experte auf Twitter.

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Foto: © shutterstock

Die stärksten Böen gab es am Donnerstag bisher in Grasstein/Franzensfeste mit 106 km/h, in Vals mit 91 km/h und in Meran mit 76 km/h. Auf den Bergen erreicht der Wind Orkanstärke, am Rauhjoch oberhalb von Pfelders pfeift er mit 138 km/h.

Im Großteil des Landes ist es sonnig, dichtere Wolken gibt es am Alpenhauptkamm und vor allem zwischen Brenner und Staller Sattel kann es leicht schneien. 

Wie kommt es zum starken Nordwind?

Wie Dieter Peterlin erklärt, gibt es derzeit einen großen Druckunterschied über Mitteleuropa, und zwar zwischen dem Hoch über England und dem Tief über dem Baltikum. Der Wind versucht den Druckunterschied auszugleichen (vom Hoch zum Tief), und wird durch die Corioliskraft (Erddrehung) nach rechts abgelenkt. Es entsteht Nordwind.

Wie Peterlin mitteilt, gab es -24 Grad etwa auf der Schöntaufspitze und Sturm im Hochgebirge.

Bereits am Mittwoch erreichten die Windgeschwindigkeiten beachtliche Werte. An der Wetterstation Grasstein (Franzensfeste) gab es 82 km/h, in Brixen 72 km/h und in Meran 68 km/h. Auf den Bergen herrschte teils Orkanstärke: auf dem Dannelspitz in Pfunders etwa oder am Piz Pisciadù (Abtei) 118 km/h. 

Am morgigen Freitag schwächt sich der Wind ein wenig ab, bleibt aber mindestens bis zum Wochenende bestehen. Immer wieder kommt es zu Schneefall im Norden Südtirols, im Süden hingegen bleibt es laut Peterlin trocken. 

stol

stol