Donnerstag, 28. Dezember 2017

Der richtige Umgang mit Feuerwerkskörpern

Grundsätzlich dürfen in Südtirol keine Feuerwerke entzündet und Raketen abgeschossen werden. Genehmigungen können vom zuständigen Bürgermeister genehmigt werden. Möchte man also in der Silvesternacht Feuerwerkskörper abbrennen, sollte man sich schnellstmöglich bei der zuständigen Gemeinde über die Genehmigung erkundigen.

Badge Local
Foto: © D

Wenn diese vorhanden ist, dann sollten auf jedem Fall folgende wichtige Sicherheitsregeln der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren eingehalten werden:

  • Lesen Sie die Gebrauchsanweisung der verschiedenen Feuerwerkskörper durch. Auch bei kleineren Feuerwerksartikeln (z. B. Tischfeuerwerk) ist es wichtig zu wissen, ob ein Abbrennen des betreffenden Produktes in geschlossenen Räumen ausdrücklich erlaubt ist.
  • Die Verwendung von Signalmunition sowie das Abschießen von Munition aus Schusswaffen aller Art als Silvesterknallerei stellt eine erhebliche Gefahr für Leben und Gesundheit dar und ist verboten.
  • Schließen Sie in der Silvesternacht sämtliche Fenster und Lüftungsklappen ihrer Wohnung. Gleiches gilt für Lager, Betriebsräume, Ställe, Schuppen und Garagen.
  • Bedenken Sie, dass die Mehrzahl aller Feuerwerkskörper nur im Freien angezündet werden darf. Das Zünden in Wohnräumen, Treppenräumen, an geöffneten Fenstern und auf Balkonen ist gefährlich und eine häufige Brandursache.
  • Feuerwerkskörper wie Kanonenschläge, Donnerschläge, Böller etc. nie in der Hand, sondern auf den Boden legen und mit "langem Arm" anzünden, danach 3 bis 5 Meter Abstand halten. In der Hand gezündete Knallkörper nicht unkontrolliert wegwerfen. Handschuhe schützen vor Verbrennungen.
  • Starten Sie Raketen nicht aus der Hand oder aus einer auf den Boden gestellten Flasche, die umkippen kann. Die Rakete muss so aufgestellt werden, dass sie nach dem Abschuss ungehindert aufsteigen kann. Beschädigte Stockraketen dürfen nicht gezündet werden, da deren Flugbahn unberechenbar ist. Niemals einen Versager erneut zünden!
  • Verantwortungsbewusste Eltern und Erwachsene geben Feuerwerksartikel nicht an Kinder und Jugendliche weiter. Kleine Kinder sollten während des Feuerwerks unter Aufsicht in der Wohnung bleiben. In der Nähe von Gebäuden oder Anlagen, die besonders brandempfindlich sind (landwirtschaftliche Gebäude oder Strohdachhäuser), dürfen Feuerwerkskörper nur in genügendem Abstand und unter Berücksichtigung der Windrichtung abbrennen. Bei der Entzündung von Raketen ist ein Abstand von mindestens 200 Metern, bei Feuerwerkskörpern, die nicht Raketen sind, ein Abstand von mindestens 20 Metern einzuhalten.
  • Basteln Sie niemals Feuerwerkskörper selbst. Verändern Sie die im Handel erhältlichen Artikel nicht. Auch beim gleichzeitigen Abbrennen mehrerer Knallkörper oder der Herstellung einer zusätzlichen Verdichtung in einem entsprechenden Behälter drohen unvorhersehbare Gefahren.
  • Vorräte von Feuerwerksartikeln sollten in fest verschließbaren Taschen und auf keinem Fall am Körper aufbewahrt werden. Nach Entnahme eines Feuerwerkskörpers Vorräte wieder abdecken. Achtung Brandgefahr!
  • Beim Abfeuern von Feuerwerkskörpern muss mit großer Vorsicht vorgegangen werden, da es sehr leicht zu Wald-, Busch- und Gebäudebränden kommen kann.

Sollte es trotzdem zu einem Brand (auch nur im kleinen Ausmaße) kommen, diesen sofort über die einheitliche Notrufnummer 112 melden.  
Wenn diese Sicherheitsregeln eingehalten werden, wird es auch möglich sein, das alte Jahr samt Feuerwerkskörpern festlicher und „feuriger“ zu verabschieden, ohne das es dabei zu Bränden oder schlimmen Unfällen mit Verbrennungen kommt.

"Die Feuerwehren Südtirols werden es jedenfalls der Bevölkerung danken, denn so können auch sie den Silvesterabend ohne eine Vielzahl von Einsätzen im Kreise ihrer Familien bzw. Freunde verbringen", schreibt die Bozner Berufsfeuerwehr in einer Aussendung.

stol

stol