Am Ende machten beide einen Schritt aufeinander zu: Nach einer intensiven Aussprache zwischen Rösch und Vertretern des Meraner Gastgewerbes einigte man sich auf einen Kompromiss, mit dem alle Beteiligten leben können.6 statt 12 Minuten FeuerwerkZum Jahreswechsel werden demnach ein letztes Mal Feuerwerksraketen den Nachthimmel über Meran erleuchten. Um Lärm und Schadstoffausstoß zu verringern, soll das Feuerwerk nach Rücksprache mit den Bürgermeistern der ebenfalls am Feuerwerk beteiligten Gemeinden Schenna und Tirol, Luis Kröll und Erich Ratschiller, nur sechs statt der bisher geplanten zwölf Minuten dauern.Auch auf die drei großen und überaus lauten Raketen zum Abschluss soll verzichtet werden.Längerfristiges UmdenkenRösch hatte das Feuerwerk für heuer am 4. Dezember abgeschafft (STOL hat berichtet). Nun zeigt sich Rösch zufrieden mit der gefundenen Lösung: „Manchmal geht es vielleicht langsamer, als ich mir das vorstelle, aber letzten Endes ist es viel wichtiger, dass wir ein langfristig wirksames Umdenken anstoßen. Und das gelingt, wenn wir alle mit ins Boot holen." Die zahlreichen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung hätten ihn darin bestärkt, dass der eingeschlagene Weg grundsätzlich der richtige sei.Gastgewerbe sagt zu: In Zukunft kein Feuerwerk mehrDie Tourismustreibenden, mit Ingrid Hofer, der Präsidentin der Kurverwaltung, dem HGV-Bezirksobmann für Meran/Vinschgau, Hansi Pichler, und dem Direktor der Marketinggesellschaft Meran, Thomas Aichner, an der Spitze waren nach Aussprache erleichtert über die Kompromissbereitschaft des Bürgermeisters und verpflichteten sich im Gegenzug, auf ein Feuerwerk in zukünftigen Jahren zu verzichten.„Mit genügend Vorlaufzeit können wir sicher eine umweltschonende und dennoch attraktive Alternative organisieren", sagte Hofer. Pichler kündigte außerdem an, er werde die HGV-Mitglieder für die Probleme Lärm und Umweltschutz sensibilisieren, um den illegalen Abschuss privater Feuerwerke zu verhindern.Für einen neuen, nachhaltigen TourismusIn Zukunft wollen Rösch und die Tourismustreibenden bei der Förderung eines nachhaltigen Tourismus an einem Strang ziehen.Eine gemeinsame Arbeitsgruppe wird ab Januar Strategien und Konzepte für die langfristige touristische Entwicklung der Kurstadt erarbeiten. Zu den drängendsten Punkten zählen neben der Suche nach einer Alternative zum Feuerwerk viele weitere Themen wie die Lösung für die Parkplatz- und Verkehrsprobleme während des Meraner Weihnachtsmarktes.stol