Nach der Annexion Siebenbürgens an Rumänien nach dem Ersten Weltkrieg erhielt die Universität den Namen des regierenden rumänischen Königs Ferdinand. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde diese (rumänischsprachige) Universität unter dem Namen des rumänischen Biologen Victor Babes (1854 – 1926) weitergeführt, während im Mai 1945 eine ungarische Universität entstand, die den Namen des Siebenbürger ungarischen Mathematikers János Bolyai (1802 – 1860) trug. 1959 wurden auf Druck des kommunistischen Regimes diese beiden Universitäten unter dem Namen Babes-Bolyai zwangsvereinigt. Seit der Wende 1989 versucht die ungarische Minderheit hartnäckig und mit teils spektakulären Aktionen, aber bislang ohne Erfolg, die ungarische Bolyai-Universität wiedererstehen zu lassen (die „Dolomiten“ berichteten mehrfach). Dazu wurde vor einigen Jahren das Bolyai-Komitee gegründet. Klausenburg ist heute eine richtige Universitätsstadt: Allein an der Babes-Bolyai studieren 42.000 Studenten, daneben gibt es noch eine ganze Reihe anderer Hochschulen mit rund 26.000 Studenten. Klausenburg selbst zählt rund 310.000 Einwohner, davon sind gut 60.000 Ungarn.sch/D