Dienstag, 06. April 2021

Der Wind bringt die Kälte: Es wird frostig

„Mit der Kaltfront der vergangenen Nacht kam der Wind und mit dem Wind kommt die Kälte“, weiß der Südtiroler Meteorologe Dieter Peterlin. Für die Bauern bedeutet das: Vorbereitet sein auf Frostnächte. „Die Bauern sind nervös“, bestätigt Manuel Santer, Obmann des Südtiroler Beratungsrings.

Sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, setzen die Obstbauern auf die Frostberegnung. - Foto: © D/Life
Die höchsten Windböen wurden am Dienstag in Mühlen in Taufers mit 85 Kilometern pro Stunde sowie in Bruneck und Sterzing mit knapp 70 gemessen. Peterlin: „Im Hochgebirge ist die Temperatur bis auf minus 24 Grad gesunken, mit dem nachlassenden Wind erreicht die Kälte später auch die Täler.“

„Gerade in Hang- und Übergangslagen heißt es hoffen“

Die kommenden 2 Nächte könnten „kritisch“ werden, wie Peterlin formuliert: für Frost in den Tallagen. „Auch in den Obstanlagen des Etschtals sind leichte Minusgrade möglich. In den höheren Lagen, z. B. im Oberpustertal, werden es sogar rund minus 10 Grad.“

Beim Beratungsring für Obst- und Weinbau weiß man um die angespannte Situation. Obmann Manuel Santer: „Es wird eine spannende Woche, die Bauern sind nervös.“ Dort, wo man sich auf die Frostberegnung verlassen könne, sei die Lage unter Kontrolle. „Kritisch ist es in Hang- und Übergangsstandorten: Dort drückt es die Kälte nach oben. Wenn man keine Beregnung hat, keine Feuer machen kann oder nicht versichert ist, heißt es hoffen.“

Mit dem nahenden Wochenende werden die Temperaturen in Südtirol wieder milder.

kn

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