Dabei liegt das Konzept für eine entsprechende Historisierung der Hütten eigentlich seit knapp 10 Jahren in der Schublade.<BR /><BR />„Das Thema ist mir völlig neu“, sagt der üblicherweise sehr heimatverbundene SVP-Fraktionssprecher Harald Stauder überrascht. Dass das von vielen empfundene Unrecht, das mit der Enteignung der Schutzhütten nach dem Ersten Weltkrieg erfolgt ist, zumindest im Nachgang zurecht gerückt werden soll, sei ihm neu. <BR /><BR />Dabei ist die Thematik alles andere als neu. Vor Jahren wurde im paritätischen Komitee – in diesem sitzen je ein Vertreter des AVS und des CAI sowie 2 Vertreter des Landes – an der Historisierung der Landesschutzhütten gearbeitet. <BR /><BR />Nachdem man sich darauf geeinigt hatte, dass diese mittels Infotafeln, auf denen die Geschichte der Hütten erklärt wird, passieren soll, waren 2016 Inhalte und Erscheinungsbild der Tafeln ausgearbeitet worden. Denkmalamt und Landesarchiv hatten die Umsetzung gutgeheißen.<BR /><BR /> In der Auflistung der Landesschutzhütten auf der Homepage des Landes findet man zwar zu jeder der 24 Hütten einen kurzen geschichtlichen Abriss. An den Hütten selbst aber scheinen nach wie vor die Namen jener CAI-Sektionen auf, denen sie nach der Enteignung durch den Staat zugewiesen worden waren. <BR /><BR />Für die Anbringung der Tafeln fehle wohl der politische Wille, heißt es beim AVS. Eine schnelle Umsetzung der Historisierung der Landesschutzhütten wird es wohl nicht geben. Seit den Landtagswahlen im vergangenen Herbst verfallen, ist das neue paritätische Komitee nämlich noch immer nicht ernannt. <h3> Die 24 Schutzhütten in Landesbesitz und ihre bewegte Geschichte</h3>Folgende Schutzhütten sind nach dem Ersten Weltkrieg vom Staat enteignet und einer CAI-Sektion zugewiesen worden. Erst 1999 sind diese Hütten wieder vom Staat ans Land übergegangen:<BR /><BR /><Fett>Müllerhütte:</Fett> Von der Sektion Teplitz des DÖAV erbaut, war der CAI-Sektion Sterzing zugewiesen.<BR /><BR /><Fett>Becherhaus:</Fett> Von der Sektion Hannover des DÖAV erbaut, war erst der CAI-Sektion von Turin, dann jener von Verona zugewiesen.<BR /><BR /><Fett>Teplitzerhütte:</Fett> Von der Sektion Teplitz-Schönau des DÖAV erbaut, nach dem Ersten Weltkrieg von der italienischen Grenzwache besetzt und erst 1979 von der CAI-Sektion Sterzing übernommen.<BR /><BR /><Fett>Grohmannhütte:</Fett> Als erste Teplitzer Hütte vom DÖAV – Sektion Teplitz erbaut, von der CAI-Sektion Sterzing übernommen.<BR /><BR /><Fett>Flaggerschartenhütte:</Fett> Von den Sektionen Marburg/Lahn und Siegen des DÖAV erbaut, der CAI-Sektion Franzensfeste zugeteilt.<BR /><BR /><Fett>Edelrauthütte:</Fett> Von der Sektion Edelraute des DÖAV Wien erbaut, der CAI-Sektion Brixen zugeteilt.<BR /><BR /><Fett>Chemnitzerhütte:</Fett> Von der Sektion Chemnitz errichtet, der CAI-Sektion Mailand zugewiesen.<BR /><BR /><?SchriftArt SchriftArt="QuadraatSansOT-Bld" SchriftStil="1"> <?_SchriftArt> Von der Sektion Leipzig des DÖAV erbaut, der CAI-Sektion Vittorio Veneto zugewiesen, in den 1960er-Jahren militärisch besetzt und 1979 der CAI-Sektion Bruneck zugewiesen.<BR /><BR /><Fett>Birnlückenhütte:</Fett> Von einem Wirt aus Kasern erbaut, der CAI-Sektion Bruneck zugeteilt.<BR /><BR /><Fett>Lenkjöchlhütte:</Fett> Von der Sektion Leipzig des DÖAV errichtet, der CAI-Sektion Bruneck zugeteilt.<BR /><BR /><Fett>Kasseler Hütte:</Fett> Von der Sektion Kassel des DÖAV erbaut, der CAI-Sektion Rom zugewiesen.<BR /><BR /><Fett>Zsigmondyhütte:</Fett> Vom Österreichischen Alpenverein erbaut, im Ersten Weltkrieg durch Beschuss völlig zerstört und von der CAI-Sektion Padua wiedererrichtet.<BR /><BR /><Fett>Schlüterhütte:</Fett> Vom Kaufmann Franz Schlüter aus Dresden erbaut und dann der Sektion Dresden des DÖAV als Schenkung übergeben, erst der CAI-Sektion Genua, nach dem Zweiten Weltkrieg jener von Brixen zugeteilt.<BR /><BR /><Fett>Regensbruger Hütte:</Fett> Von der Sektion Regensburg des DÖAV erbaut, der CAI-Sektion Florenz zugewiesen.<BR /><BR /><Fett>Langkofelhütte:</Fett> Von der Sektion Wien des DÖAV erbaut, der CAI-Sektion Vicenza zugewiesen.<BR /><BR /><?SchriftArt SchriftArt="QuadraatSansOT-Bld" SchriftStil="1"> Grasleitenhütte: <?_SchriftArt> Von der DÖAV-Sektion Leipzig erbaut, der CAI-Sektion Bergamo zugewiesen.<BR /><BR /><Fett>Kölner Hütte:</Fett> Von der DÖAV-Sektion Köln erbaut, der CAI-Sektion Verona zugewiesen.<BR /><BR /><Fett>Düsseldorfer Hütte:</Fett> Von der Sektion Düsseldorf des DÖAV erbaut, erst der CAI-Sektion Florenz dann jener von Mailand zugewiesen.<BR /><BR /><Fett>Zufallhütte:</Fett> Von der Sektion Dresden des DÖAV, im Ersten Weltkrieg stark beschädigt, der CAI-Sektion Mailand zugeteilt.<BR /><BR /><Fett>Payerhütte:</Fett> Von der Sektion Prag des DÖAV erbaut, der CAI-Sektion Mailand zugeteilt.<BR /><BR /><Fett>Schaubachhütte:</Fett> Von der Alpinen Gesellschaft „Wilde Bande“ aus Wien errichtet, dann von der Sektion Hamburg des DÖAV erworben und umgebaut, der CAI-Sektion Mailand zugewiesen.<BR /><BR /><Fett>Berglhütte:</Fett> Als notdürftige Unterkunft erbaut, über Jahrzehnte vom CAI Mailand und Meran geführt.<BR /><BR /><Fett>Weißkugelhütte:</Fett> Von der Sektion Frankfurt a.M. des DÖAV erbaut, der CAI-Sektion Desio zugeteilt.<BR /><BR /><Fett>Stettinerhütte:</Fett> Von der Sektion Stettin des DÖAV erbaut, der CAI-Sektion Padua, dann der Sektion Bozen und schließlich der CAI-Sektion Meran zugeteilt.