Als begnadeter Bergsteiger erklomm er alle schwierigsten Gipfel – bis zu jenem Tag, an dem ihn ein tragischer Unfall tief gezeichnet hat. Von an änderte sich sein ganzes Leben und er zog es vor, sich in die Berge zurückzuziehen, um seinen Frieden und sich selbst wiederzufinden. Toni hat die Gabe, aus dem Pfeifen des Windes nicht nur die Fallen zu entdecken, die im Wald zu finden sind, sondern auch jene, die das Leben stellt. Sein Reich ist der wunderbare Park rund um das kleine Dorf Innichen am Fuß einer beeindruckenden Bergkette, deren weiße Gipfel über die regungslose Stille dieses Ortes wachen. Von den leuchtenden Schieferdächern der Häuser aus Holz und grauem Stein, die sich entlang der kleinen Straßen rund um den Hauptplatz kuscheln, wehen Wolken aus weißem Rauch, der aus den Kaminen bläst. Wenn der Winter mit Schnee und Eis einbricht, verwandelt sich alles in ein weißes Meer, aus dem Wälder und Berge wie kleine Inseln herausragen. Toni hat sich den Schutz des Lebens und der Natur dieses Ortes an die Fahnen geheftet – dies ist seine Mission. Genau die gegenteilige Ansicht des Lebens hat Vicenzo (Enrico Ianniello), ein ehrgeiziger Polizist aus Neapel, der an das hektische Leben in der Stadt gewöhnt ost, wo er sich Verfolgungsjagden mit Kriminellen lieferte oder sich in cognito in Verbrecherbanden einschmuggelte, um deren Drogenmachenschaften aufzuklären. Nun wurde er in die Berge geschickt – eine Art „Bestrafungs-Beförderung“ und kann sich nicht mit der exzessiven Ruhe und den langen Zeitspannen zwischen seinen Einsätzen anfreunden. Er teilt Tonis Ansichten nicht, vor allem aber kommt es zu täglichen Auseinandersetzungen mit Silvia (Gaia Bermani Amaral), der Tierärztin des Dorfes, die auch beim Fortkorps arbeitet und in dieselben Fälle verwickelt wird, mit denen sich auch Vincenzo beschäftigen muss. Dieser Streit betrifft nicht nur den beruflichen, sondern auch den privaten Bereich, da sich beide dieselbe Unterkunft in der Kaserne teilen, die gleichzeitig von der Polizei und dem Forstkorps genutzt wird. Doch als Vincenzo in ungewöhnlichen und teilweise bizarren Fällen ermitteln muss, bei denen er gezwungen ist, die Zeichen der Natur zu deuten, weil er dort Indizien aufspüren soll, beginnt er durch seine wiederholten Begegnungen und Konfrontationen mit Toni und dessen Philosophie, diesen verzauberten Ort und seine eigentümliche Sprache zu lieben. Diese Liebe wird so groß, dass er dafür sogar sein Leben in Frage stellt. Die Hauptcharaktere umgibt die Welt einer Kleinstadt in den Bergen mit ihren besonderen Persönlichkeiten und Traditionen; vom Ex-Holzfäller Felicino (Francesco Salvi), genannt „Roccia“, der rechten Hand von Toni, der mit seiner energischen Schwester Assunta (Katia Ricciarelli)zusammenlebt, bis zu Huber (Gianmarco Pozzoli), einem Polizisten, der eigentlich lieber bei der Forstwache wäre und einige Schwierigkeiten mit dem Temperament seines neuen Chefs Vincenzo hat. Die Geschichte, die die Serie erzählt, vereint in sich Elemente des Western mit seinen typischen Helden und eine reichhaltige Erzählung voller Abenteuer in einer einzigartigen Naturkulisse. stol