Donnerstag, 23. April 2020

Deutlich mehr als 2,6 Millionen Corona-Infektionen weltweit

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist nach der Zählung der Johns Hopkins Universität (JHU) auf deutlich mehr als 2,6 Millionen Fälle gestiegen. Mehr als 183.000 Menschen sind seit Beginn der Pandemie an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Doch neben China, wo die Pandemie ihren Ausgang nahm, sieht die WHO mittlerweile vor allem in Westeuropa Lichtblicke.

Knapp die Hälfte aller Infektionsfälle weltweit in Europa.
Knapp die Hälfte aller Infektionsfälle weltweit in Europa. - Foto: © APA (Archiv/AFP) / SAJJAD HUSSAIN
Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Donnerstag mit 148.046 angegeben - ein Plus von 2.352 seit dem Vortag. Laut Johns Hopkins Universität waren es bereits mehr als 150.000 Infizierte. Das RKI registrierte bisher 5.094 Todesfälle.

In Spanien sind mittlerweile mehr als 22.000 Menschen durch die Corona-Pandemie ums Leben gekommen. In den vergangenen 24 Stunden seien 440 Corona-Tote gezählt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Donnerstag mit. Damit stieg die landesweite Zahl der Todesopfer auf 22.157. Nur in den USA und in Italien gibt es noch mehr Corona-Tote. Seit Donnerstagfrüh erinnert eine große schwarze Trauerschleife an der Puerta de Alcala in Madrid an die Corona-Toten des Landes.

Russland meldete den dritten Tag in Folge eine Abschwächung bei den Neuinfektionen. Die Zahl der Coronavirus-Ansteckungen stieg innerhalb von 24 Stunden um 4.774 auf 62.773, wie die Behörden mitteilten. Am Mittwoch seien es noch 5.236 Neuinfektionen gewesen.

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief die europäischen Länder zur Vorsicht bei der Lockerung der in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen auf. Jede Mäßigung der Maßnahmen zum sozialen und körperlichen Abstandhalten müsse mit äußerster Vorsicht in Erwägung gezogen und schrittweise unternommen werden, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag. „Wir befinden uns weiter in sehr turbulenten Gewässern und werden das noch für einige Zeit sein“, sagte Kluge in seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz.

Knapp die Hälfte aller Infektionsfälle weltweit seien in Europa nachgewiesen worden, und von den zehn Ländern, die in den vergangenen 24 Stunden die meisten Neuinfektionen verzeichnet hätten, befänden sich sechs in der europäischen Region. Einen schnellen Weg zurück in den Alltag gebe es nicht, so Kluge: „Wir dürfen uns nicht erlauben, zu glauben, dass wir sicher sind.“

China stellt der WHO unterdessen zusätzlich 30 Millionen Dollar (27,61 Mio. Euro) zur Verfügung. Das Geld solle für den Kampf gegen Covid-19 eingesetzt werden, twitterte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. Unterdessen bestätigte China zehn neue Coronavirus-Fälle, tags zuvor waren 30 gemeldet worden. Es wurden keine neuen Todesfälle gemeldet, so dass die Zahl unverändert bei 4.632 liegt.

apa