Samstag, 12. November 2016

Deutlicher Zuwachs an Zuschüssen für Privatvisiten

Wer in Krankenhaus oder Sprengel mehr als 60 Tage auf eine nicht dringende Visite warten muss, kann zum privaten Facharzt gehen – und das Land zahlt einen Teil der Rechnung. Von dieser Möglichkeit machen immer mehr Südtiroler Gebrauch.

Das Land hat 2015 an 5414 Patienten Zuschüsse in Höhe von je 50 Euro für Augenvisiten gewährt – das sind insgesamt 270.700 Euro. Im Jahr davor waren es 3121 Patienten bzw. 156.050 Euro.
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Das Land hat 2015 an 5414 Patienten Zuschüsse in Höhe von je 50 Euro für Augenvisiten gewährt – das sind insgesamt 270.700 Euro. Im Jahr davor waren es 3121 Patienten bzw. 156.050 Euro. - Foto: © shutterstock

Rund 50 Euro erhält ein Bürger vom Land für eine nicht dringende, privatärztliche Visite, wenn der Sanitätsbetrieb in den Krankenhäusern und Sprengeln keinen Termin innerhalb von 60 Tagen anbieten kann.  

Und dieses Angebot kommt an: Für 8141 Visiten musste das Land im vergangenen Jahr insgesamt 407.050 Euro bereitstellen, deutlich mehr als 2014.  

Vor allem die Augenvisiten schlagen zu Buche – obwohl das Land das Personal aufgestockt hat.

hof/D

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Mehr über diese Auswirkungen der langen Wartezeiten im Sanitätsdienst sowie die Stellungnahmen dazu von Gesundheitslandesrätin Martha Stocker und Oppositionspolitiker Sven Knoll lesen Sie in der Wochenend-Ausgabe der „Dolomiten“.

stol