Sie weist zahlreiche Stichverletzungen auf. Wenig später nehmen spanische Ermittler ihren 60 Jahre alten italienischen Lebensgefährten fest. Er steht im Verdacht, die aus Deutschland stammende Frau getötet zu haben.<BR /><BR />Der Notruf ging nach Angaben des andalusischen Rettungsdienstes 112 um 8.50 Uhr ein. Passanten hatten die Frau ohne Lebenszeichen auf der Avenida del Atlántico entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert. <BR />Einsatzkräfte der örtlichen Polizei stellten am Fundort den Tod der 47-Jährigen fest. Die Frau soll mindestens 20 Stichverletzungen aufgewiesen haben.<BR /><BR />Kurz nach dem Auffinden der Frau nahm die Guardia Civil den Lebensgefährten fest, der sich noch in der Gegend aufhielt. <BR />Medienberichten zufolge soll er dabei noch ein Messer in der Hand gehalten haben. Die spanischen Behörden ermitteln wegen des Verdachts auf Tötung. Die genauen Umstände des Geschehens und ein mögliches Motiv sind bislang nicht bekannt. Das Paar war mit einem Wohnmobil in Andalusien unterwegs und hielt sich für einen Urlaub in der Region auf. Wie lange die beiden bereits in Spanien waren und was unmittelbar vor der Tat geschah, war zunächst unklar. Auch über die näheren persönlichen Verhältnisse des Paares wurden zunächst keine Angaben gemacht.<BR /><BR />Der Festgenommene wurde auf eine Polizeiwache gebracht. Er soll anschließend der Justiz vorgeführt werden. Die Ermittler sichern unterdessen Spuren am Tatort und versuchen, den Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren. Sollte sich der Verdacht auf Frauenmord bestätigen, wäre die Tötung nach Angaben des spanischen Gleichstellungsministeriums der 37. Fall dieser Art in Spanien in diesem Jahr. Seit Beginn der offiziellen statistischen Erfassung im Jahr 2003 wurden demnach 1378 Frauen als Opfer geschlechtsspezifischer Tötungsdelikte registriert.<BR /><BR />Isla Cristina liegt in der Provinz Huelva im äußersten Südwesten Spaniens, unweit der Grenze zu Portugal. Die Küstenstadt ist vor allem für ihre Strände und den Tourismus bekannt.