Donnerstag, 29. Oktober 2015

Deutsche Polizei durch Asylkrise stark überlastet

Gewerkschafter beklagen eine schwere Überlastung der deutschen Bundespolizei durch zusätzliche Aufgaben in der Flüchtlingskrise und anhaltende Grenzkontrollen.

Foto: © APA/AP

Bei den Beamten, die an der Grenze zu Österreich im Einsatz seien, hätten sich allein von Mitte September bis Mitte Oktober mehrere Hunderttausend Überstunden angesammelt.

Dies sagte der Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der Vize-Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Ernst Walter, sagte der dpa: „Wir können nicht mehr auf große Lagen reagieren.“

Die Bundespolizei habe ihre Einsätze rund um Fußballspiele und Demonstrationen bereits herunterfahren müssen, weil schlicht das Personal dafür fehle.

Die Bundespolizei hat etwa 40.000 Mitarbeiter. Etwa 31.000 davon sind Vollzugsbeamte. Wegen der Flüchtlingskrise sind Bundespolizisten verstärkt im Ausland eingesetzt – etwa zur Unterstützung der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Viel Personal binden vor allem die Kontrollen an der Grenze zu Österreich. Dort sind momentan mehr als 2000 Beamte im Einsatz – etwa viermal so viel wie zu normalen Zeiten.

apa/dpa

stol