Montag, 07. Juni 2021

Deutsche Post hat in Italien Ärger mit der Steuerbehörde

Steuerfahnder haben bei der italienischen Landesgesellschaft des Logistik-Riesen Deutsche Post DHL im Rahmen einer Steuer-Untersuchung juristischen Dokumenten zufolge Wertgegenstände in Höhe von über 20 Millionen Euro beschlagnahmt. Dies geht aus Dokumenten hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters am Montag einsehen konnte.

Der Konzern werde mit den Behörden voll kooperieren.
Der Konzern werde mit den Behörden voll kooperieren. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Die Steuerfahndung in Mailand erklärte, ein multinationaler Transport- und Logistik-Konzern sei nach Durchsuchungen unter anderem in Mailand von der Beschlagnahme mit einem Volumen von über 20 Millionen Euro betroffen.

Hintergrund seien Untersuchungen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei Zahlungen der Mehrwertsteuer und der Abführung von Abgaben für die Rentenkasse, die offenbar durch Subunternehmen umgangen worden seien.

Die Post erklärte, ihre Tochter DHL Supply Chain (Italy) SpA sei durch die Mailänder Staatsanwaltschaft über eine Untersuchung zu mutmaßlichen Steuerunregelmäßigkeiten informiert worden. Sie gehe davon aus, sich an die Steuergesetze in Italien gehalten zu haben. Der Konzern werde mit den Behörden voll kooperieren. Darüber hinaus wolle er sich mit Blick auf die laufenden Untersuchungen nicht äußern.

Die Steuer-Behörde in Mailand nannte indes nicht den Namen des von der Untersuchung betroffenen Konzerns, aus einem der offiziellen Dokumente geht aber die Italien-Gesellschaft der Post als Ziel der Ermittlungen hervor. Demnach seien auch 2 hochrangige Manager in dem Land in den Fokus der Ermittler geraten.

apa

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