Sonntag, 16. August 2020

Deutschland: Robert-Koch-Institut mahnt zu verstärkter Vorsicht

Angesichts auch in Deutschland steigender Corona-Infektionszahlen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntag zu verstärkter Vorsicht gemahnt und dazu aufgerufen, Menschenansammlungen vor allem in Innenräumen zu meiden. Mehrere Politiker sprachen sich für ein härteres Vorgehen bei Verstößen gegen Corona-Regeln aus.

Die steigenden Neuinfektionen in Deutschland bereiten dem RKI Sorgen.
Die steigenden Neuinfektionen in Deutschland bereiten dem RKI Sorgen. - Foto: © shutterstock
Den Anstieg der Fallzahlen in Deutschland wertete das RKI in seinem Lagebericht vom Samstag als „sehr beunruhigend“, zumal dieser „an Dynamik zunimmt“. Die gesamte Bevölkerung müsse sich daher weiterhin im Sinne des Infektionsschutzes engagieren. „Menschenansammlungen – besonders in Innenräumen – sollten möglichst gemieden und Feiern auf den engsten Familien- und Freundeskreis beschränkt bleiben“, hieß esweiter. Zudem sollten die geltenden Abstands- und Hygieneregeln weiter befolgt werden.

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) forderte ein schärferes Vorgehen bei Demonstrationen gegen Corona-Auflagen. Die Demonstrationsfreiheit sei zwar ein wichtiges Rechtsgut und „Kundgebungen dürfen auch weiterhin nur in gut begründeten Ausnahmefällen eingeschränkt werden“, schrieb Brinkhaus laut Düsseldorfer „Handelsblatt“ an die CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten. Die Veranstalter müssten jedoch „noch stärker dazu verpflichtet werden, schlüssige Hygienekonzepte vorzulegen und einzuhalten“.

Der Staat dürfe nicht tatenlos zusehen, wenn aus einer Kundgebung eine „Hochrisiko-Situation“ werde, schrieb Brinkhaus weiter. Große Ansammlungen von Menschen, die, wie kürzlich in Berlin, absichtlich die Corona-Vorschriften verletzten, stellten eine „Gefahr für die Allgemeinheit“ dar. Damit riskierten sie nicht nur unsere Gesundheit, „sie setzen die Erholung unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft aufs Spiel“.

apa

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