Donnerstag, 05. März 2015

Deutschnofen: Nächtliches Feuer verwüstet Obernockhof

Vom nächtlichen Großeinsatz mit über 50 Wehrmännern ist am Donnerstagmorgen nur noch eine kleine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Deutschnofen übrig. Es gilt, den Dachstuhl des Obernockhofes abzutragen. In der Nacht auf Donnerstag ist er zu einem Raub der Flammen geworden.

Foto: FF Deutschnofen
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Foto: FF Deutschnofen

Um kurz vor 22 Uhr ging bei den Freiwilligen Wehren von Deutschnofen und Petersberg der Brandalarm ein. Angaben der Feuerwehr von Deutschnofen zufolge war es die Besitzerfamilie selbst, die den Notruf absetzte. Auf dem Dachboden des Wohnhauses des Obernockhofs, er befindet sich einige Kilometer vom Dorfzentrum entfernt, war Feuer ausgebrochen.

Über 40 Männer rückten umgehend zum Einsatzort aus, versuchten des Feuers Herr zu werden. Doch eine halbe Stunde später sahen sie sich gezwungen, nachzualarmieren: Die Bekämpfung des Feuers gestaltete sich äußerst schwierig. Die Wehren forderten die Berufsfeuerwehr mit Drehleiter und weiteren Atemschutzgeräten an. Auch die Carabinieri von Deutschnofen und das Weiße Kreuz standen im Einsatz.

Foto: FF Deutschnofen

"Schwieriger Brand"

Roland Meraner, Offizier der Berufsfeuerwehr, spricht von einem „ordentlichen Brand“, der schwierig zu bekämpfen war.

Zwar konnte der angrenzende Stadel gut abgeschirmt werden, und auch die Versorgung mit Löschwasser funktionierte gut - ein Weiher und ein Hydrant liegen in unmittelbarer Nähe.

Doch bereiteten den Wehrmännern zwei weitere Faktoren erhebliche Schwierigkeiten: "Zum einen war der Dachboden sehr eng und wir konnten das Feuer nicht von innen bekämpfen, was ideal gewesen wäre", erklärt Meraner im Gespräch mit STOL. "Zum anderen ist das Löschwasser sofort auf den kalten Dachziegeln vereist. Es wurde extrem rutschig und gefährlich."

Zu allem Übel zerstörte das Feuer zudem einen Wasserboiler, der sich auf dem Dachboden befand. Das Wasser ergoss sich, zusätzlich zum Löschwasser, über die Etagen.

Großer Schaden

Der Schaden am Wohnhaus ist somit beachtlich: Der Dachstuhl brannte komplett aus und muss abgetragen werden. Die Zwischendecken saugten sich mit Wasser voll. Und auch der gesamte restliche Bau weist erhebliche Rauch- und Wasserschäden auf. "Das ist das Problem bei solchen Bränden", weiß Meraner. "Wenn man nicht sofort zum Brand vordringt, rennt man dem Feuer immer hinterher."

Die Bewohner des Obernockhofes, ein Mann und seine Mutter, blieben bei dem Feuer unverletzt. Sie können derzeit nicht in ihr Heim zurück. Die beiden würden wohl bei Verwandten unterkommen, hieß es am Morgen aus Deutschnofen. Zumindest zwischenzeitlich. 

Foto: Berufsfeuerwehr 

stol

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