Der Detailverkauf sei zwar frei, aber der Zuschuss für Zöliakiepatienten könne nur in Apotheken ausgegeben werden, erklärte Maurizio Vezzali (PdL-Berlusconi). Das führe zu einem Monopol und zu höheren Preisen.Ebenso sei zu veranlassen, dass glutenfreie Produkte streng getrennt von anderen Produkten aufbewahrt werden, auch um gefährliche Verwechslungen zu vermeiden. Pius Leitner (Freiheitliche) erinnerte an seinen Beschluss zu glutenfreien Produkten in Krankenhäusern und unterstrich, dass eine Beschränkung des Verkaufs auf Apotheken zu höheren Preisen führe; das habe man bereits bei der Babynahrung gesehen. Im Trentino sei die von Vezzali geforderte Regelung bereits erlassen worden, stellte Donato Seppi (Unitalia) fest.Er meinte auch, dass die derzeitigen 140 Euro pro Monat an Beitrag recht wenig seien. Eine Familie mit einem zöliakiekranken Kind habe weit höhere Kosten im Umgang mit dieser Krankheit. Durch die Verteilung der Patienten auf das ganze Land sei diese Frage schwer in Griff zu bekommen, erklärte Landesrat Richard Theiner. Man habe bei mehreren Vorstößen in den Krankenhäusern unterschiedlichen Erfolg gehabt wegen der ungleichmäßigen Nachfrage. Federfarm habe die Absicht, eine Software für die Handhabung und Verteilung dieser Produkte anzuschaffen, zur Verteilung sollte auch die Sanitätskarte zum Einsatz kommen.Die Landesregierung sei auch dafür, den Verkauf zu liberalisieren. Die Trennung der Produkte bei der Aufbewahrung falle nicht in die Zuständigkeit des Landes. Vezzali bedankte sich für den Einsatz des Landesrats in dieser Sache und kündigte einen eigenen Gesetzentwurf zum Thema an. Der Antrag wurde – ohne den Absatz zur getrennten Aufbewahrung – einstimmig angenommen.