Unterdessen steht auch das endgültige Autopsieergebnis fest, das bestätigt, was schon länger vermutet worden war.<BR /><BR />Doch zunächst zu den zuvor erwähnten Bildern: Um die letzten Stunden im Leben Giulias rekonstruieren zu können, wurden unter anderem auch zahlreiche Aufnahmen verschiedenster Überwachungskameras ausgewertet. Darunter auch jene, die vor der Bar in Mailand angebracht ist, bei der sich Giulia und Alessandros parallele Freundin A., eine 23-jährige Barfrau, für eine Aussprache verabredet hatten. <BR /><BR />Ein Einzelbild dieser Videoaufnahmen wurde jetzt von den Ermittlern veröffentlicht: Aufgenommen am 27. Mai, 18.30 Uhr. Ein Bild, das unter die Haut geht, zeigt es doch Giulia und A. vor dem Eingang der Bar in inniger Umarmung. <BR /><BR />Wie Alessandros 2. Frau bereits in der Vernehmung ausgesagt hatte, war „unser Treffen sehr herzlich, so sehr, dass wir uns, aus weiblicher Solidarität umarmten“. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/mord-an-giulia-tramontano-schockierende-aussagen-der-2-frau" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Damals erzählte sie auch von ihrem mulmigen Gefühl und von ihrer Sorge um Giulia, als sie sie später am Abend nicht mehr erreichen konnte.</a><BR /><BR />„Giulia sagte mir bei diesem Treffen, dass es ihr nur um das Baby ginge, dass sie jetzt nur noch einmal nach Hause gehen wolle, um mit Alessandro zu reden und ihn zu verlassen. Sie wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, ob sie nach Neapel zu ihren Eltern fahren würde, aber sie wollte Alessandro danach auf keinen Fall mehr sehen“, erzählt A. weiter. „Ich bot ihr noch an, dass sie bei Bedarf zu mir nach Hause kommen könne, um dort zu übernachten. Aber sie sagte, ich solle mir keine Sorgen machen. Sie ging gegen 18.45 Uhr“.<BR /><BR />Nur wenig später war Giulia tot: Ermordet in ihrer Wohnung von eben jenem Mann, der sowohl sie als auch A. über Monate belogen und betrogen hatte.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="935707_image" /></div> <h3> Impagnatiello versuchte seit Monaten Giulia und das Baby zu vergiften</h3>Seit wenigen Tagen liegt nun auch der Autopsiebericht vor, der bestätigt, was schon länger vermutete worden war: Alessandro Impagnatiello hatte seit Monaten, mindestens seit Dezember, versucht, Giulia Tramontano mit Rattengift zu vergiften. Rattengift, genauer Bromadiolon, wurde sowohl in Giulias Blut als auch im Fötus nachgewiesen, wobei die Verabreichung „in den letzten anderthalb Monaten“ zugenommen hatte. <BR /><BR />Dem Bericht der Ermittler zufolge suchte Impagnatiello bereits im Dezember im Internet nicht nur danach, wie man einen Menschen und einen Fötus vergiften könne, sondern später auch nach dem Grund, warum das Gift nicht wirkte und wie lange es dauerte, bis es wirkte, nur um später festzustellen, dass seine Wirkung nachließe, wenn es mit „heißen Getränken“ verabreicht wurde. Und die junge Frau schrieb, ebenfalls im Dezember, in Chats mit einer Freundin: „Ich fühle mich wie ein Lappen, ich habe so häufig Sodbrennen (...) mein Magen bringt mich um (...) ich fühle mich betäubt“.<BR /><BR />Die Autopsie ergab zudem, dass die 29-jährige Giulia verblutet war und nach den ersten Stichwunden noch lebte. <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/leiche-schwangerer-frau-gefunden-verlobter-gesteht-tat" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Giulia Tramontano war im siebten Monat schwanger, als sie am 27. Mai mit 37 Messerstichen getötet wurde. Ihre Leiche wurde erst 4 Tage nach dem Mord hinter einer Garagenbox in Senago (Mailand) gefunden.</a>