Montag, 06. Januar 2020

Die 6 Toten sind identifiziert – Unfallfahrer ins Gefängnis überstellt

Die 6 jungen Leute aus Deutschland, die bei einem tragischen Unfall am Sonntag in Luttach ihr Leben lassen mussten, sind identifiziert. Wie Dr. Lukas Raffl vom Sanitätsbetrieb am Montagmittag mitteilt, kämpfen 2 der Schwerstverletzten weiter um ihr Leben, einige der leicht- und mittelschwer Verletzten konnten das Krankenhaus bereits verlassen. Der Unfalllenker wurde indes am Montag ins Bozner Gefängnis gebracht,

Julius Valentin Uhlig ist eines der Todesopfer von Luttach.
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Julius Valentin Uhlig ist eines der Todesopfer von Luttach.

Bei den Toten handelt es sich um Felicitas Rita Vetter, Katarina Majic, Janine Rita Benecke, Julius Valentin Uhlig, Julian Vlam und Philip Schulze.

Bis auf Felicitas Rita Vetter, die Jahrgang 1996 ist, sind alle Todesopfer im Jahre 1997 geboren.

Die Namen der Toten wurden STOL von offizieller Stelle bestätigt.







Die Angehörigen der Opfer wurden alle informiert und sind nach Südtirol gekommen. Ihnen blieb die schreckliche Aufgabe, ihre Lieben, die so plötzlich aus dem Leben gerissen wurden, zu identifizieren.

2 Patienten weiter in Lebensgefahr

Wie Dr. Lukas Raffl vom Südtiroler Sanitätsbetrieb am Montagmittag mitteilte, befinden sich weiterhin 4 Personen in Intensivbetreuung, 2 davon in der Universitätsklinik in Innsbruck, ein Patient im Landeskrankenhaus Bozen und ein Patient im Krankenhaus Bruneck.

Der Zustand des Patienten in Bozen ist weiterhin sehr kritisch; auch einer der 2 Patienten, die in Innsbruck aufgenommen worden sind, ist in Lebensgefahr, während der Zustand der beiden anderen Patienten unverändert stabil ist.

Die 7 Mittel- bis Leichtverletzten sind auf dem Weg der Besserung. Von den 3 im Krankenhaus Brixen und 4 im Krankenhaus Bruneck aufgenommenen Patienten wurden mittlerweile bereits einige entlassen bzw. stehen kurz vor der Entlassung.


Wie berichtet, fand bereits am Sonntagvormittag im Krankenhaus Bruneck die Leichenbeschau statt. Da die Todesursache klar ist, wurde von einer Autopsie abgesehen.

In Luttach vor Ort waren bis Montagmorgen auch der Konsul von Mailand und der deutsche Botschafter. Sie seien mittlerweile abgereist.

Die Leichname dürften noch am Montag freigegeben werden.

Der 27-jährige Unfallenker Stefan Lechner muss am Dienstag oder Mittwoch vor den Haftrichter. Er wurde am Montagvormittag aus dem Krankenhaus entlassen und ins Bozner Gefängnis überstellt. Er war in der Nacht auf Sonntag mit knapp 2 Promille unterwegs, als er den tödlichen Unfall verursachte. Ihm drohen bis zu 18 Jahren Haft. Dies teilte die Staatsanwaltschaft bereits am Sonntag in einer Mitteilung mit.

vs