Familiäre adenomatöse Polyposis ist eine Erbkrankheit, die Wucherungen im Darm verursacht. Unbehandelt besteht ein hohes Risiko, an Krebs zu erkranken. Der <b>Traminer Hannes Dissertori</b> entdeckte mit 21 Jahren Blut im Stuhl. Mittels eines Gentests wurde die Erkrankung festgestellt. „Ein Glück, denn oft hat man keine Symptome und dann ist es bereits Krebs und zu spät“, sagt er. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1134813_image" /></div> <BR />Er ist der Einzige in seiner Familie mit der Erbkrankheit und hat so früh gelernt, seine Gesundheit zu schätzen. Mehrmals wurde er operiert, sein Dickdarm entfernt. „Ich habe häufig Durchfall. Das ist heute meine größte Einschränkung.“ <BR /><BR />Dissertori informierte sich ausführlich über die Erkrankung, manche Ärzte wussten selbst kaum darüber Bescheid, weil sie so selten ist. „Patienten sollten sich deshalb an Spezialisten wenden“, rät er. <BR /><BR />Unterstützung findet er auch bei einer Selbsthilfegruppe in München. „In Südtirol gibt es keine, weil einfach zu wenig Menschen davon betroffen sind. Der Austausch tut gut“, so Dissertori. <h3> Seltene Krankheiten in Zahlen:</h3><b>11 Menschen pro 1000 Einwohner</b> in Südtirol haben eine seltene Erkrankung. Etwa 15 Prozent davon sind Kinder und Jugendliche. <BR /><BR /><b>836 seltene Krankheiten</b> wurden bislang in Südtirol diagnostiziert. Bei 70 Prozent der Krankheiten sind weniger als 4 Menschen daran erkrankt.