Eines hat sich in diesem Herbst und Winter gezeigt: Eingebrochen wird sehr häufig bereits am späten Nachmittag und am frühen Abend – zwischen 16 und 21 Uhr.<BR /><BR />Oft berichten Bürger den Ordnungskräften nach Einbrüchen, sie hätten bereits in den Tagen davor verdächtige Personen bemerkt, dies aber leider nicht gemeldet. „Am wichtigsten ist es deshalb, die Augen offen zu halten und die Ordnungskräfte – die Nummer 112 – rechtzeitig zu verständigen“, meint Ortspolizei-Chef Christian Carli. <BR /><BR />Mehrmals eingebrochen wurde zuletzt in Natz-Schabs. „Wir haben viel Kontakt mit den Sicherheitskräften gehabt“, berichtet Bürgermeister Alexander Überbacher. Das Um und Auf bei der Vorbeugung sei es, bei Anbruch der Dämmerung Rollos und Raffstores (Sonnenschutz außen) zu schließen. „Dies hilft wirklich, weil sich Einbrecher schwer tun, Rollos und Raffstores zu öffnen“, meint Überbacher. Zudem verursache eine Öffnung Lärm, den Einbrecher nicht gebrauchen können. Einbrecher seien bereits zwischen 16.30 Uhr und 17 Uhr unterwegs. Wenn sie sehen, in den Wohnungen brennt kein Licht, schlagen sie zu. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="849809_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Ortspolizei-Chef Carli weist darauf hin, dass die Täter in den meisten Fällen Häuser und Wohnungen intensiv beobachten und auch fotografieren, bevor sie einbrechen. Die Einbrecher beobachten auch die Leute, die ein- und ausgehen, um ihre Gepflogenheiten zu studieren.<BR /><BR /> Werden rechtzeitig die Ordnungskräfte verständigt und verdächtige Personen kontrolliert, so diene dies auch als Abschreckung – sie wechseln dann oft in eine andere Zone, erklärt Carli. „Das Signal an die Einbrecher lautet: Hier wird aufgepasst.“ Besorgte Bürger dürfen Verdächtige fotografieren. Die Fotos dürfen aber nicht in die sozialen Netzwerke gestellt werden wie WhatsApp, warnt Carli. Sehr wohl dürfen die Bilder aber der Polizei übermittelt werden. Man sollte mit Bildern jedoch weder eine Hysterie noch eine Hexenjagd auslösen.<h3> Überwachungskamera und Alarmanlage</h3>Immer mehr Südtiroler setzen bei der Einbruchsvorbeugung auf Überwachungskameras. Diese können hilfreich sein – sowohl zur Abschreckung als auch zur Aufklärung, meint Carli. Werden diese Kameras auf Grundstücken von Kondominien aufgestellt, so müssten die Kondominiumsverwaltung und die Mitbewohner mit einbezogen werden. Mit Kameras habe man auch die Chance, Autokennzeichen zu filmen.<BR /><BR /> Hilfreich sind auch Alarmanlagen. „Nicht nur, weil dadurch potenzielle Einbrecher abgeschreckt werden, sondern auch, weil es eine Investition in das persönliche Sicherheitsgefühl ist“, meint Philipp Zingerle von der Firma X-ALARM in Brixen. „Die Gewissheit, dass beim Verlassen der Wohnung die Alarmanlage im Ernstfall eingreift, beruhigt enorm. Beim Kauf einer Alarmanlage sollte man sich immer von Profis beraten lassen, und es sollten möglichst nur zertifizierte und geprüfte Anlagen verbaut werden“, erklärt Zingerle. „Zu viele Angebote locken mit günstigen Preisen, bieten im Falle eines Einbruchs aber nur einen unzureichenden Schutz.“ <BR /><BR />Bei Alarmanlagen gebe es kabelgebundene Systeme und Funksysteme. Wenn ein Haus neu gebaut werde, könne man eine verkabelte Alarmanlage einbauen, da die benötigten Leitungen und Sensoren so schon in der Bauphase vorgesehen werden können. In einem bereits bestehenden Haus hingegen könne eine Funk-Alarmanlage installiert werden – ohne Kabel. „Moderne Systeme bieten neben der standardmäßigen Sirene die Möglichkeit zur Steuerung per Smartphone und können im Alarmfall Push-Nachrichten versenden“, erläutert Zingerle. <BR /><BR />„Es können das Außenlicht aktiviert oder die Rollos abgesenkt werden. Damit schreckt man Einbrecher bereits vor einem Einbruch ab und sorgt für mehr Sicherheit.“ Die Kosten für eine zuverlässige Alarmanlage seien von Art und Größe der Anlage abhängig. Man starte bei etwa 1200 Euro.<BR />