Architekt <b>Stefano Rebecchi</b> (Bild unten), der in der Gemeinde für Strategische Infrastruktur- und Stadtumbauprojekte zuständig ist, hat gegenüber s+ genauer erklärt, wie die Sondierungsarbeiten vonstatten gehen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="779036_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Derzeit ist die Gemeinde bekanntlich mit dem Bau für die Über- und Unterführung für Fahrräder und Fußgänger bei der Loretobrücke beschäftigt. „Wir müssen noch weitere Sondierungen vornehmen, die beiden ausführenden Bauunternehmen Erdbau/Südtirol und Casarotto aus dem Veneto sind angehalten, dabei sehr vorsichtig vorzugehen. Eingeschaltet wurde selbstverständlich die zonenmäßig verantwortliche Militäreinheit, nämlich jene von Padua. Wir befinden uns in einer Risikozone, das gilt es stets zu beachten“, erzählt Rebecchi. <BR /><BR />Die Arbeiten selbst würden etwa 2 Monate in Anspruch nehmen, das Militär werde nur dann gerufen, sobald etwas Ungewöhnliches, sprich Kriegsrelikte wie Bombenteile oder Blindgänger, entdeckt würde, schildert Rebecchi. Bei den Sondierungen wird mit Radar-Suchgeräten vorgegangen und – wenn etwas entdeckt wird, was nicht der Normalität entspricht – sei man klarerweise überaus vorsichtig und würde das aufgefundene Material schützen bzw. abschirmen, um jegliches Risiko abzuwenden und Schadensfälle möglichst zu vermeiden. Sollte es sich tatsächlich um eine nicht detonierte Bombe handeln, würden sofort die Behörden und die Spezialeinheiten des Militärs verständigt. <BR /><BR />Auf die Frage, ob nicht das seinerzeit an die Landesregierung in Papier- und digitaler Form übergebene Bombenregister zur Aufklärung beitragen und die Suche nach Kriegsrelikten erleichtern würde, meint Rebecchi: „Ja, solch ein Register hat schon seine Berechtigung, aber es gibt zahlreiche Lagepläne, die von den öffentlichen Stellen genutzt und stets aktualisiert werden. Jedes Amt, das unter Tage Arbeiten verrichtet, hat seinen eigenen Lageplan, wo beispielsweise die verlegten Rohre, Abwasserleitungen oder ähnliches aufscheinen.“ Rebecchi hofft jedenfalls, dass „wir auf keine weiteren Relikte treffen, so dass die Bauarbeiten im vorgesehenen Zeitraum auch abgeschlossen werden können.“ <BR /><BR /><BR />3 Bomben wurden bereits aufgefunden und aufwendig entschärft.<BR /><BR />Im Oktober 2019 wurde eine Bombe nahe der Loretobrücke unschädlich gemacht.<BR /><BR />Im September 2020 wurde ein Blindgänger auf dem Verdiplatz gefunden. <BR /><BR />Im Jänner 2021 war das Entschärfungskommando auf der Benko-Baustelle neben der ehemaligen Handelskammer am Werk. <BR /><Rechte_Copyright>Zuvor wurden in Bozen ebenfalls bereits zahlreiche Relikte aus Kriegszeiten erfolgreich entschärft. </Rechte_Copyright>