Montag, 09. Mai 2016

Die Brenner-Anarchisten sind zurück: Protest vor Gericht

Am Samstag zogen sie zur Straßenschlacht an den Brenner. Am Sonntag protestierten sie am Bozner Gefängnis. Und am Montag sind die Demonstranten noch einmal in Bozen aufgetaucht.

Foto: DLife
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Wie berichtet, war am Samstagnachmittag eine rund 300-köpfige Gruppe am Brenner vorstellig geworden, um dort gegen die Grenzschließung zu protestieren.

Doch der Protest artete aus: Die Demonstranten gingen mit Knüppeln gegen die Sicherheitskräfte vor, warfen Rauchbomben und Steine. Die Ordnungshüter setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Mehrere Menschen wurden bei der Straßenschlacht verletzt, für einige der Demonstranten klickten noch am Brenner die Handschellen.

Der Bürgermeister von Brenner, Franz Kompatscher, sprach von "gewaltbereiten Menschen". Er zeigte sich von den Vorfällen geschockt. Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher und mehrere Südtiroler Parteien verurteilten die Übergriffe scharf.

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Die Anarchisten protestieren vor dem Gefängnis

Bereits am Sonntag fanden sich rund 70 Anarchisten in Bozen ein. Sie protestierten vor dem Bozner Gefängnis lautstark für die Freilassung ihrer Kollegen und skandierten Slogans gegen die italienischen Sicherheitskräfte. Wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete, hätten die Demonstranten zudem einige Fotografen, die den Protest fotografierten, bedroht.

Demonstranten vor dem Landesgericht

Am Montag wurde die Gruppe noch einmal in Bozen vorstellig – dieses Mal vor dem Landesgericht. Auch dort forderten sie mit Plakaten noch einmal die Freilassung ihrer sechs Kollegen. Die Sicherheitskräfte sicherten das Geschehen ab.

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stol

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