„Seit die Lokale in der Stadt früher schließen, ist es noch viel schlimmer geworden“, berichtet Marina Stasenko, Mutter zweier Jugendlicher (16 und 18), die in der Nähe des Parks wohnt. „Was meine Kinder mir erzählen, ist zum Angst kriegen“, meint sie. <BR /><BR />In der Nacht verwandle sich der Park zu einem Treffpunkt für Drogendealer und Jugendliche, die nicht nur Party feiern, sondern sich regelrecht vollsaufen. „Wenn sie in der Bar sind, dann ist das Geld nach ein paar Getränken fertig. Aber im Supermarkt kaufen sie sich um dieses Geld ganze Paletten Bier oder Flaschen Wodka und trinken dann ohne Grenzen. Anschließend drehen sie teils komplett durch“, berichtet sie. <BR /><BR />Und darauf würden bestimmte Personen im Park nur warten: „Drogenhändler sprechen die betrunkenen Jugendlichen an und schenken ihnen zuerst etwas und wenn sie dann mehr haben wollen“, müssen sie zahlen. Im Schutz der Dunkelheit würden sich allerhand zwielichtige Gestalten verbergen, sagt sie. „Es braucht unbedingt Überwachungskameras und mehr Polizei“, verlangt sie. <BR /><BR />Denn mit den Kontrollen ist die Mutter gar nicht zufrieden: „Die Polizei fährt zwar vorbei, aber kontrolliert nicht“, kritisiert sie.<BR />Weiteres Problem für die Anrainer: Die nächtliche Lärmbelästigung, die auch viele Häuser weiter noch zu hören ist. <h3> Abfall am Flussufer als Folge der Partys</h3>Und: Die „Partygäste“ hinterlassen unliebsame Geschenke: Leere Flaschen, Getränkedosen, Verpackungen und ähnliches liegt herum. „Im Park wird aufgeräumt, aber entlang der Talfer ist es in den vergangenen Monaten immer mehr geworden. Wenn man mit Kindern spazieren geht und sie am Flussufer irgendwohin greifen, weiß man nie, was sie in der Hand haben“, sagt sie. Deshalb hatte sie die Idee, selbst aktiv zu werden und wollte gemeinsam mit anderen Müttern und ihren Kindern eine Putzaktion an den Ufern der Talfer starten.<BR /><BR />„Die Idee war, gemeinsam Müll und Unrat zu sammeln, um so den Kindern ein gutes Vorbild sein“, meint die Mutter. Leider waren die Rückmeldungen der anderen Mütter, die sie um Unterstützung bat, für sie sehr enttäuschend. „Viele der Mütter haben schlichtweg Angst, dass sie oder ihre Kinder sich verletzen könnten. Andere sagten ab, weil sie als Steuerzahler nicht die Arbeit machen wollen, für die die öffentlichen Dienste zuständig sind“, berichtet sie.<BR /><BR /> „Dabei könnten eventuell auch nur die Mütter sammeln, während kleine Kinder sie nur begleiten. Größere Kinder ab 7 oder 8 Jahren hingegen können bereits selbst gut achtgeben und alles außer Scherben oder Spritzen einsammeln“, meint sie. Sie möchte auch noch nicht aufgeben und versucht noch weiter, mobil zu machen und andere Mütter für die löbliche Aktion zu gewinnen.<BR />