Samstag, 06. Mai 2017

Die Drogenbosse am Pusterer Bauernhof

Ein Schlag gegen das organisierte Verbrechen ist den Ordnungshütern in Südtirol gelungen. Im Zuge der Operation "Black Gold" hat die Staatspolizei am Samstag 13 Personen festgenommen. Die "Bosse", 3 Brüder aus Marokko, lebten auf einem Bauernhof im Pusteral und agierten von dort aus.

Ein Schlag gegen das organisierte Verbrechen ist den Ordnungshütern in Südtirol gelungen. - Foto: DLife
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Ein Schlag gegen das organisierte Verbrechen ist den Ordnungshütern in Südtirol gelungen. - Foto: DLife

Bereits seit Februar liefen die intensiven Ermittlungen, die von der Quästur in Bozen koordiniert wurden. 

Am Samstag haben die Ordnungshüter schließlich zugeschlagen und 10 Marokkaner sowie 2 italienische Staatsbürger festgenommen. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Zwecke des Drogenhandelns vorgeworfen. 

Die Drogen-Bande soll vor allem Haschisch aus Spanien importiert und in Südtirol, im Trentino, im Piemont, der Lombardei, dem Veneto, Apulien und sogar Frankreich verkauft haben. 

Koordination vom Bauernhof aus 

3 Brüder aus Marokko bildeten den Kopf der Drogenbande. Sie lebten auf einem Bauernhof im Pustertal und betrieben eine muslimische Metzgerei in Bozen. Von ihrem Bauernhof aus sollen sie den Großhandel mit Drogen koordiniert haben. Dabei ging es laut Ermittlungen um mehrere hundert Kilogramm monatlich. 

In der Metzgerei sollen Mitarbeiter der Drogenbande ihr "Gehalt" erhalten haben. 

Für 3 Bosse und 10 weitere mutmaßliche Mitglieder der Drogenbande klickten die Handschellen. Die Festgenommen sitzen nun in Untersuchungshaft. Auch die muslimische Metzgerei wurde beschlagnahmt. 

Im Vorfeld waren im Zuge der Anti-Drogen-Operation bereits 10 weitere Personen festgenommen worden. 

stol/am

stol