Mittwoch, 12. Mai 2021

Die Eisheiligen beginnen mit Schnee auf den Bergen

Das Wetter in Südtirol steht in diesen Tagen im Zeichen der Eisheiligen, die heute mit dem Heiligen Pankratius beginnen. Nach dem vergangenen frühsommerlichen Wochenende kühlt es diese Woche demnach wieder ab. So sorgt ein Genuatief zusammen mit einer stürmischen Südströmung für nasse und unbeständige Wetterverhältnisse. Auf den Bergen hat es unterdessen wieder geschneit: Auf den Rossbänken gab es 20 Zentimeter Neuschnee, sagt Landesmeteorologe Dieter Peterlin.

Pünktlich zu Beginn der Eisheiligen hat es auf den Bergen wieder geschneit. (Symbolbild)
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Pünktlich zu Beginn der Eisheiligen hat es auf den Bergen wieder geschneit. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock
Bereits am gestrigen Dienstag sorgte das Genuatief für Regen. Auch am Mittwoch hat es in Südtirol bereits viel geregnet, am meisten in den zentralen Landesteilen zwischen dem Unterland und Brenner. Das Tief zieht in Richtung Osten weiter und hinterlässt feuchte Luft. Mit Drehung der Strömung auf Nord wird es in Südtirol föhnig.

Das Wetter verbessert sich im Laufe des Tages etwas. Die Niederschläge klingen ab und stellenweise lockert es auf. Im Pustertal und in den Dolomiten bleibt es am längsten unbeständig. Es ist mit Höchstwerten von 13 Grad in Sterzing bis 20 Grad in Bozen zu rechnen.

Wechselhaft geht es auch an den restlichen Tagen der Woche weiter. Vor allem nachmittags und abends sind neben dichteren Wolken und einigen Sonnenstrahlen auch Schauer möglich. Erst am Sonntag stabilisiert sich das Wetter voraussichtlich wieder etwas.




Eisheilige enden am 15. Mai mit der „Kalten Sophie“

Die Eisheiligen, auch „Gestrenge Herren“ oder „Eismänner“ genannt, stellen einen letzten Kälteeinbruch und die damit einhergehende Frostgefahr im Mai dar. Zu ihnen zählen mehrere Gedenktage von folgenden Heiligen.



Es gibt jedoch regionale Unterschiede: So beginnen im Süden Deutschlands und hier in Südtirol die Eisheiligen erst am 12. Mai mit Pankratius gefolgt von Servatius, Bonifatius und der „Kalten Sophie“. In Norddeutschland hingegen gelten Mamertus, Pankratius und Servatius als Eisheilige und beginnen somit bereits am 11. Mai.

Bis zum Tag der „Kalten Sophie“ am 15. Mai besteht also laut einer alten Bauernregel noch eine hohe Wahrscheinlichkeit für Bodenfrost. Erst danach sei die Ernte sicher und der Sommer könne kommen.

Doch Vorsicht: Die Regel stammt noch aus Zeiten des julianischen Kalenders, ihr Geltungszeitraum muss deshalb eigentlich um 10 Tage zurückverlegt werden.

stol