Der Druck auf die Gesundheitsstrukturen habe in den vergangenen Wochen definitiv zugenommen, sagt Locatelli in einem Interview mit dem „Corriere della Sera“. Man müsse vermeiden, dass Patienten mit anderen Pathologien nicht mehr behandelt werden könnten, weil die Krankenhäuser mit Covid-Patienten voll sind. „Wir dürfen nicht riskieren, dass notwendige Eingriffe verschoben werden.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="726032_image" /></div> <BR /> Ein weiteres Risiko bestehe darin, dass sich die Zahl der Infektionen beim Gesundheitspersonal drastisch erhöhe. <BR /><BR /><BR /><b>„Krankenhäuser stehen nicht vor Zusammenbruch“</b><BR /><BR />„Wir können jedoch nicht von Krankenhäusern sprechen, die kurz vor dem Zusammenbruch stehen“, so Locatelli im Interview mit dem „Corriere della Sera“. <BR /><BR />Die im Vergleich zur Vergangenheit veränderte Situation sei „das Ergebnis der großen Zahl an durchgeführten Impfungen“: Fast 120 Millionen verabreichte Dosen und 26 Millionen Menschen, die eine Auffrischungsdosis erhalten haben, seien außergewöhnliche Zahlen und hätten die Bürger in Italien weitgehend vor dem Risiko einer schweren oder sogar tödlichen Krankheit geschützt, betont der Experte. <BR /><BR /><BR /><b>„Omikron kann bei ungeimpften Personen schwere oder tödliche Verläufe hervorrufen“</b><BR /><BR />Der geringere Schweregrad der Infektionen, der bei Omikron-Infizierten beobachtet werde, sei laut Locatelli „auf die biologischen Eigenschaften der Variante und vor allem auf das Vorhandensein eines Impfschutzes zurückzuführen“. <BR /><BR />Es wäre jedoch falsch zu glauben, so Locatelli, dass Omikron bei Menschen, die nicht ausreichend durch den Impfstoff geschützt sind, keine schweren oder sogar tödlichen Krankheiten verursachen könnte.<BR /><BR />