Großen Schaden hat ein Feuer in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Zimmerei Pitschl in Aldein verursacht: Der Betrieb ging in Flammen auf, ein Wohngebäude konnte trotz des enormen Einsatzes der Feuerwehren nicht mehr gerettet werden. Zum Glück wurde beim Großbrand niemand verletzt. Der Schock ist dennoch groß, betont der Kommandant der Feuerwehr Aldein.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1359210_image" /></div> <BR /><BR />„Erst vor etwa eineinhalb Jahren haben wir bei der Zimmerei eine Brandübung durchgeführt. Deshalb wussten wir eigentlich ziemlich genau, was zu tun ist“, erklärte Michael Haas, Kommandant der Feuerwehr Aldein, gestern gegenüber „STOL“.<BR /><BR />„Aber als wir dort waren, stand die Produktionshalle bereits in Vollbrand. Die Brandlast, die Hitze und der Wärmestau waren immens. Wir haben dann versucht, das neue Haus in Holzbauweise, das vor drei Jahren direkt am Betrieb neu gebaut worden ist, zu retten. Wir konnten es zwar abschirmen, es hat sich dann aber gezeigt, dass sich Schwelbrände schon in die Wände und Decken vorgearbeitet hatten.“ <BR /><BR />Die Feuerwehren versuchten stundenlang, diese zu lokalisieren und zu löschen. „Aber letztlich war es nicht möglich, das Haus zu retten. Deshalb hat die Einsatzleitung zusammen mit dem Besitzer und Juniorchef Matthias Pitschl, der mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern im Haus gewohnt hat, beschlossen, das Gebäude mit einem Bagger abzureißen“, berichtet Haas. Die Familie stehe unter Schock, sie habe über Nacht alles verloren, den Betrieb und auch die Wohnung. „Eine Familie aus dem Dorf hat der Familie schnell eine Wohnung zur Verfügung gestellt, wo sie jetzt unterkommt“, so der Feuerwehrkommandant. <BR /><BR />Der Einsatz dauerte von Samstagnacht ab 23.20 Uhr bis um 13.30 Uhr. „Dann haben wir eine Brandwache eingerichtet. Ab frühen Abend gibt es dann einen Lokalaugenschein“, so Haas. Über die Brandursache war bis Redaktionsschluss nichts bekannt. „Ausgebrochen ist das Feuer in der Produktionshalle. Aber nachdem alles abgebrannt ist, wird es schwierig festzustellen, wo der Brand begonnen hat.“ <BR /><BR />Durch die enorme Hitze beim Großbrand und den Wärmestau sei der Einsatz für die insgesamt 13 Feuerwehren vom Regglberg und aus dem Unterland sowie für die Berufsfeuerwehr sehr anstrengend gewesen. „Im Laufe des Einsatzes haben wir der Reihe nach zusätzliche Freiwillige Feuerwehren nachalarmiert, weil sich die Löscharbeiten hingezogen haben und körperlich sehr fordernd waren. Das gilt vor allem für die Einsätze im Innenbereich der Halle und des Hauses. Die Feuerwehrleute waren erschöpft und wurden von frischen Kollegen ersetzt“, berichtete Michael Haas weiter. <BR /><BR />Das Beschaffen des Wassers sei zu Beginn der Löscharbeiten ein Problem gewesen, „denn bei einem solchen Brand sind Unmengen an Wasser nötig. Die Versorgung über die Hydranten war am Limit. Wir haben dann vier jeweils zwei Kilometer lange Zubringerleitungen, unter anderem von einem Weiher, verlegt. Damit hatten wir genügend Wasser.“