Hauser war in der abgelaufenen Verwaltungsperiode Mitglied im Schludernser Gemeindeausschuss. Er ist aber zugleich selbst Bauer und kennt die Thematik daher von landwirtschaftlicher und verwaltungstechnischer Seite in- und auswendig. Und es schaut nun gut aus, denn man ist in Schluderns effektiv so gut wie am Ende der Bemühungen angelangt. Was noch fehlt, ist die Abstimmung unter den Grundeigentümern. Da persönliche Treffen in diesen Zeiten nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich sind, wird an eine Online-Information gedacht, an eine Info-Telefonnummer oder an Briefe an die diversen Haushalte. Die Abstimmung an sich wird aber aller Voraussicht nach nicht online erfolgen, sondern über die gute alte Urne.<BR /><BR /><b>Alles eine Preisfrage</b><BR /><BR />Wesentlich für ein Ja oder Nein der einzelnen Eigentümer zur Beregnung ist natürlich vor allem der Preis. Dieser dürfte sich auf eine Größenordnung von 4000 bis 7000 Euro pro Hektar belaufen, wie Andreas Hauser sagt. Wenn man bedenkt, dass mit dieser Summe eine gehörige Aufwertung des Grundstückwertes einhergeht und ganz nebenbei auch Intensivkulturen bequemer bewässert werden können, klingt das nicht nach viel. Wenn Eigentümer aber Parzellen verpachten und nicht selbst bewirtschaften, könnte beim einen und anderen kapitalschwachen Eigner die Überlegung allerdings durchaus auch eine andere sein.<BR /><BR /><b>„Wo bitte gibt es das heutzutage sonst noch?“</b><BR /><BR />Die nackten Zahlen sprechen auf jeden Fall für sich: 6,5 Millionen Euro steuert der Staat als Zuschuss bei, 750.000 Euro kommen von der Gemeinde im Gegenzug für den Bau eines Kraftwerkes. Das Wasser für die Turbinen stammt vom nicht mehr gebrauchten Bewässerungswasser der Bauern, sollte die Beregnung einmal in Betrieb sein. Die Bauern versuchen aber auch noch, Grünland-Beiträge des Landes zu erhalten. Damit sei eine Fremdfinanzierung von rund 90 Prozent zu erwarten, sagt Hauser. Und er stellt zugleich die berechtigte Frage an alle Zweifler: „Wo bitte gibt es das heutzutage sonst noch?“<BR /><BR />Die Allgemeinheit hat im übrigen aber auch etwas vom Ganzen. Für die Schludernser Au schauen künftig erhöhte Restwassermengen heraus – und auch das Kraftwerk der Gemeinde wird über kurz oder lang von Vorteil sein für den Bürger.<BR /><BR />