Denn sie kann mit dem weitermachen, was ihre Leidenschaft geworden ist. Was die Orchidee in ihrem Büro damit zu tun hat, verrät sie im Interview mit s+. <BR /><BR /><BR /><b>Wo nahm Ihre Karriere ihren Anfang? </b><BR />Maresciallo Giorgia Barberio: Nach der Stabsfeldwebel-Schule in Florenz habe ich 2 Jahre lang in der Kompanie Bozen gearbeitet. Während der Corona-Pandemie wurde ich zeitweise nach Kalabrien beordert. Ich war dort und hier in Bozen immer draußen auf der Straße, wo ich viele Bürger kennengelernt und mein Wissen und Können ausgebaut habe. <BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-64048357_quote" /><BR /><BR /><b><BR />Sie sind bereits wegen Ihrer Sensibilität für das Thema der Gewalt gegen Frauen aufgefallen...</b><BR />Barberio: Ich habe eine spezifische 2-wöchige Ausbildung absolviert und mehrere Schulungen gemeinsam mit Psychologen und Staatsanwaltschaft besucht. Die Carabinieri investieren sehr viel in diesem Bereich. Für mich ist es eine Leidenschaft geworden. Ich möchte ein Psychologiestudium beginnen, um diesen Frauen noch besser helfen zu können. Ich bin froh, dass ich als Kommandantin von Jenesien dennoch mein Büro hier in Bozen habe, wo ich weiterhin eine Bezugsperson für alle Frauen bleiben kann. Sehen Sie diese Orchidee? Sie ist ein Geschenk einer der Frauen, der ich helfen durfte. Nicht, dass meine männlichen Kollegen diese Kompetenzen nicht hätten – im Gegenteil. Doch es ist aufgefallen, dass sich die meisten Frauen wohler und sicherer fühlen, wenn sie mit einer weiblichen Ordnungshüterin sprechen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1011414_image" /></div> <BR /><BR /><b><BR />Was bedeutet Ihr Job für Sie? </b><BR />Barberio: Für mich ist es eine große Ehre. Ich bin sehr stolz auf meine institutionelle Rolle und weiß: Maresciallo und Kommandantin zu sein ist ein Lebensstil. Das schlägt sich auch auf das Privatleben nieder. Ich muss ein Vorbild sein. So bin ich etwa 24 Jahre alt, aber ich gehe nicht in die Diskothek.<BR /><BR /><BR /><b>Was sagen Sie den Jenesier?</b><BR />Barberio: Ich möchte eine Bezugsperson für die Jenesier werden, wie es mein Vorgänger war. Ich höre die Bürger im ganzen Land immer wieder sagen, dass sie sich nicht mehr so sicher fühlen wie früher. Ich bin stolz, zur Sicherheit beitragen zu dürfen.<BR />