„Der Sonntag darf nicht zu einem Arbeits- und Konsumtag verkommen. Dieser, aus der christlichen Tradition heraus gewachsene arbeitsfreie Tag bietet den Menschen die Möglichkeit, sich von der Arbeit unter der Woche auszuruhen, Zeit mit seinen Freunden und der Familie zu verbringen und sich auf Werte zu besinnen, die dem Leben einen Halt geben“, betonen die beiden Caritas-Direktoren Heiner Schweigkofler und Pio Fontana. Die einkommensschwache Bevölkerung stünde schon so genügend unter Druck.„In verschiedenen Branchen arbeiten schon jetzt zahlreiche Frauen und Männer auch am Sonntag, sprich Köche, Kellner, Krankenschwestern, Polizisten, um nur einige davon zu nennen. Auf ihre Dienste kann auch an Sonn- und Feiertagen nicht oder nur schlecht verzichtet werden. Dabei sollte man es dann aber auch schon belassen“, so die beiden Caritas-Direktoren. Mit der zusätzlichen Öffnung der Geschäfte würde sich der Druck auf die einkommensschwache Bevölkerung nur noch verstärken. „Die Menschen brauchen eine Zeit des Auf-Atmens, damit Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen können. Der Sonntag bietet die Gelegenheit, eine Auszeit aus dieser pausenlosen ‚Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft’ zu nehmen. Konsum, Arbeiten und Wirtschaften sind nicht alles im Leben. Deshalb dient der Schutz des Sonntags der Gesellschaft im Ganzen“, sind Schweigkofler und Fontana überzeugt.