<h3> Fünf erstaunliche Fakten über (Südtiroler) Gold</h3><b>1. Kleines Goldvorkommen in Südtirol<BR /></b>Tatsächlich soll es in Südtirol kleinere Goldvorkommen gegeben haben – allerdings ist das lange her. Wie aus Überlieferungen hervorgeht, stieß man etwa in Rabenstein, Prad und Stilfs im Vinschgau, im Martelltal sowie im Münstertal auf Gold, mit dem Ende des Tagebaus im 17. Jahrhundert versandeten hierzulande jedoch auch sämtliche Versuche des Goldabbaus. <BR /><BR /><b>2. 30 Kilogramm Gold und ein glänzendes Stadttheater</b><BR />Mit Michael Wachtler war auch ein Südtiroler beim größten neuzeitlichen Goldfund in den Alpen beteiligt, etwa 30 Kilogramm Gold in einem Stück konnte der Innichner mit seinen Mitstreitern in den Bergen von Aosta bergen. Abgesehen davon gibt es auch heute noch Möglichkeiten für Normalsterbliche, sich einem Goldrausch hinzugeben. So wurde erst im Juli dieses Jahres das Stadttheater Puccini in Meran wiedereröffnet, in den Räumlichkeiten sorgen rund 10.000 hauchdünne Blätter an Blattgold für eine erhabene Atmosphäre. <BR /><BR /><b>3. Italien an der goldenen Spitze<BR /></b>Auch gesamtstaatlich lassen sich die Goldreserven sehen: Mit 2.452 Tonnen verfügt Italien über die drittgrößten Goldreserven der Welt – die derzeit in den Tresoren der italienischen Zentralbank lagern.<BR /><BR /><b>4. Gold im Blut</b><BR />Ein durchschnittlicher Mensch hat etwa 0,2 Milligramm Gold im Körper – in Blut, Muskeln und Knochen. Diese Mengen sind natürlich und gelangen über die Nahrung in den Körper. <BR /><BR /><b>5. Gold im Weltall</b><BR />In den unendlichen Weiten des Alls schlummern Edelmetalle in unvorstellbarem Ausmaß. Die größte Menge an Gold auf der Erde befindet sich im Erdkern – viele Tausend Tonnen.<h3> <OrtUnterzeile></OrtUnterzeile>Fachleute, Normalsterbliche und Liebhaber zum Thema Gold</h3><b>„Nur den Goldring“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228305_image" /></div> <BR />Gold hat für <b>Simone Falser</b> (l.) und <b>Maria Premstaller</b> (r.) aus <Fett>Karneid</Fett> keinen Platz im Tresor. Auch Goldschmuck tragen sie wenig: „Ein einzelnes Stück, das habe ich jeden Tag an“, sagt Falser. Die beiden sind aber bestens darüber informiert, warum das Edelmetall derzeit so teuer ist: „Weil jetzt viele in Gold investieren. Mit all den Krisen und Kriegen treibt das den Preis nach oben.“ Die zwei Freundinnen lachen: „Wir hätten es uns früher überlegen sollen, oder?“ Da gerade erst ein Eigenheim gebaut wurde, stehen auch künftige Investitionen in das glänzende Edelmetall wohl nicht zur Debatte.<BR /><BR /><BR /><b>„Niemals trennen“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228308_image" /></div> <BR />Mit weit mehr als nur einem kostbaren Material verbindet <b>Inge Clementi</b> aus <b>Terlan</b> das Edelmetall. „Wenn ich an Gold denke, denke ich an Wertschätzung.“ Ihre Schmuckstücke sind keine bloßen Accessoires, sondern Erinnerungen an Momente und Menschen. „Das meiste, was ich trage, habe ich geschenkt bekommen“, erzählt sie. Entsprechend stark ist die Bindung zu ihren Ringen, Ketten und Ohrringen. „Jedes erinnert mich an etwas – an eine Person oder an eine Zeit.“ Von ihren Schmuckstücken würde sie sich – ausgenommen Notfälle – niemals freiwillig trennen.<BR /><BR /><BR /><b>„Golduhren kosten heute ein Vermögen“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228311_image" /></div> <BR />Immer wieder mal bekommt <b>Kevin Wenin</b>, Südtirols jüngster Uhrmacher, alte Golduhren zur Reparatur. Die Wertsteigerungen mancher dieser Uhren, vielfach Erbstücke, sind außergewöhnlich. Wenin nennt Beispiele: „Die Damen, die mir Vollgolduhren bringen, haben einst etwa 2 Millionen Lire dafür hingeblättert, heute dagegen beläuft sich der reine Materialwert auf 6.000 bis 7.000 Euro.“ Früher habe so gut wie jeder Hersteller auch Golduhren im Sortiment gehabt, heute dagegen stellen nur mehr große Marken Golduhren her. Für die allermeisten Leute seien sie heute schlichtweg nicht mehr bezahlbar. „Die aktuell günstigste Golduhr der Marke Omega kostet 24.000 Euro, also ein kleines Vermögen“, weiß der Uhrmacher aus Lana zu berichten.<BR /><BR /><BR /><b>„Jung und Alt kommen zu mir“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228314_image" /></div> <BR />Der Bozner Goldschmied <b>Markus Hartmann</b> zieht Bilanz über die letzten Monate, in denen der Goldpreis stetig gestiegen ist: „Großartig verändert hat sich nichts. Vielleicht ist es ein wenig beliebter geworden, aus alten Stücken neue zu machen.“ Der Goldschmied muss auf die Preisschwankungen reagieren: „Ich passe meine Preise regelmäßig an – momentan fast monatlich. Die meisten Kunden verstehen das. Gold ist einfach teuer geworden – vor allem bei Eheringen oder Taufketten merkt man, dass viele an ihre Grenzen kommen.“ Trotzdem bleibe das Edelmetall gefragt – als Symbol, Erinnerung oder Wertanlage. „Jung und Alt kommen zu mir – die Älteren oft, um etwas für Kinder oder Enkel anfertigen zu lassen.“<BR /><BR /><BR /><b>„Gold hat für uns einen emotionalen Wert“<BR /></b><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228317_image" /></div> <BR />Gold im Höhenflug – doch <b>Chantal Sommavilla</b> und <b>Michele Zanoni</b> aus dem <Fett>Fassatal </Fett>lassen sich nicht vom Rekordpreis locken. „Wir wissen, dass Gold aktuell einen Höchstwert erreicht hat – kaufen wollen wir dennoch nichts“, sagen sie. Wirklich entscheidend ist der Preis für die beiden ohnehin nicht: Sie besitzen nur wenig Goldschmuck. Warum der Goldpreis immer weiter steigt, ist ihnen aber klar: „Wegen der ganzen Kriege und Krisen. In solchen Zeiten steigt der Wert von Gold immer – es ist wie ein sicherer Hafen.“<BR /><BR />Chantal hat sogar einmal selbst mit Gold gehandelt: „Ich habe online etwas gekauft, aber nur zum Ausprobieren – nicht, um wirklich zu investieren. Es war nur eine kleine Summe.“ Jetzt einzusteigen, hält sie nicht für klug: „Der Preis ist momentan zu hoch. Wenn er wieder fällt, wäre es vielleicht interessant – aber es wird wohl immer Krisen geben, also wird der Preis auch wieder steigen.“<BR />Ihr aktuelles Gold will sie jedenfalls nicht hergeben: „Nein, einschmelzen würde ich es nie. Das Stück hat für mich einen emotionalen Wert.“ Und trotzdem bleibt das Edelmetall für sie eine Art Sicherheit: „Wenn es einmal Probleme gibt – Gold ist immer etwas wert“<BR /><BR /><BR /><b>„Goldschmuck vermehrt als Investition“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228320_image" /></div> <BR />Für <b>Lisa Schönheinz</b> (l.) und <b>W. Kompatscher</b> (r.), Goldschmiedemeisterin im Atelier Kompatscher in Bozen, läuft das Geschäft derzeit besser denn je: „Trotz der hohen Preise hat sich das Kaufverhalten unserer Kunden nicht verändert – im Gegenteil, wir haben momentan mehr zu tun als je zuvor“, sagt sie. Die Gründe, warum Menschen Goldschmuck kaufen, sind vielfältig – und haben sich leicht verschoben. „Natürlich spielt die Ästhetik eine große Rolle, aber man merkt schon, dass viele den Schmuck inzwischen auch als Investition oder zur Werterhaltung sehen“, erzählt Schönheinz. Aussagen wie „Das ist eine gute Anlage, es rentiert sich“ höre sie in letzter Zeit immer öfter.<BR /><BR /><BR /><b>„Mein Metier ist gerade stark gefragt“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1228323_image" /></div> <BR />Über eine rege Tätigkeit darf sich derzeit <b>Luca Malossini</b>, zertifizierter Goldhändler, freuen. In seine Zweigstelle „JM Gold“ in Bozen kommen Menschen mit unterschiedlichen Anliegen: Manche bringen Goldschmuck, Goldmünzen oder alte goldene Uhren für den Umtausch, doch gar nicht wenige wollen auch ihre Goldbarren bewertet wissen. „Der Preis ergibt sich aus dem Gewicht und dem Reinheitsgrad bzw. den Karat des Goldes“, erklärt er das übliche Prozedere. Hauptsächlich ist Malossini, der über langjährige Erfahrung im Sektor verfügt und in die staatlichen Alben der Goldhändler eingetragen ist, im Trentino tätig. „Den Menschen ist die Expertenmeinung wichtig, auch deshalb ist mein Metier derzeit stark gefragt“, sagt er. <BR /><b><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /></b>