Dienstag, 02. Oktober 2018

Die großen Herbstproben bei Südtirols Feuerwehren

Viele Freiwillige Feuerwehren in ganz Südtirol haben in diesen Tagen die Herbstproben aufgenommen. Im Frühjahr und Herbst werden jeweils 3 Wochen lang Geräte getestet und für den Ernstfall geprobt. STOL hat darüber mit dem Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr St. Christina in Gröden, Christoph Senoner, gesprochen.

Südtirols Feuerwehren proben für den Ernstfall. - Foto: FFW St. Martin/Gsies
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Südtirols Feuerwehren proben für den Ernstfall. - Foto: FFW St. Martin/Gsies

„Jedes Monat wird eine Detailübung durchgeführt, das ganze Jahr über. An der Herbstübung istr besonders, dass alle Geräte durchgegangen und getestet werden. Das ist wie bei einem Auto: Werden die Sachen länger nicht benutzt, müssen sie ab und zu wieder in Betrieb genommen werden“, erklärt Senoner im Gespräch mit STOL.

Anschließend werden einige Situationen für den Ernstfall durchgespielt: Das kann eine Fahrzeugbergung sein oder die Bergung einer eingeklemmten Person sein, zählt Christoph Senoner auf: „Auch ein Wohnungsbrand kann simuliert werden, zum Beispiel mit einer Rauchmaschine in einem leer stehenden Gebäude oder in einer Garage.“

4 Wehren im Sarntal simulierten eine Fahrzeugbergung nach einem Murenabgang. - Foto: FFW Sarnthein

Warum genau im Herbst und Frühjahr?

„Diese intensiveren Übungen eignen sich, zumindest bei uns, besonders gut im Herbst, wenn weniger Gäste hier sind und die Wiesen bereits gemäht sind. Dann haben wir mehr Platz. Dasselbe gilt dann im Herbst, wenn der Schnee geschmolzen ist.“

Die letzte der diesjährigen Herbstübungen habe man deshalb auf einer Alm gemacht. Christoph Senoner, der außerdem Abschnittsinspektor von Gröden ist, erklärt warum: „Im Tal haben wir überall Hydranten, aber auf einer Alm muss man sich das Wasser aus Bächen oder kleinen Seen holen. Oder im Winter dann zum Beispiel von Schneeanlagen. Das ist eine Herausforderung, weshalb wir heuer bei dem guten Wetter auf der Seceda-Alm geprobt haben.“

Die Proben bei Kaiserwetter auf der Alm. - Foto: FFW St. Christina 

Einmal im Jahr gibt es dann auch noch in vielen Teilen Südtirols eine Gemeinschaftsübung mit allen Wehren eines Tales oder Bezirks: In Gröden wird diese Ende Oktober stattfinden, wo alle Wehren des Tales zusammen kommen. „Da proben wir Fälle, wie zum Beispiel einen Großbrand, wo mehrere Wehren alarmiert werden könnten“, erklärt der Kommandant.

stol/ape

stol