Montag, 14. März 2016

„Die Hausärzte waren noch nie so erbost“

Simon Kostner ist selbst Hausarzt in Wolkenstein. Er weiß, wovon er spricht, wenn er sagt: „Die Hausärzte waren noch nie so erbost.“ Der Streit zwischen Land und den Medizinern vor Ort ist eskaliert.

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Am Montag riefen drei der vier Hausärzte-Gewerkschaften zur Pressekonferenz in Bozen. Der Grund: Seit heute tragen die Hausärzte auf den roten Rezepten die Ticketbefreiung aus Einkommensgründen nicht mehr ein – aus Protest. Und spätestens im April soll dann gestreikt werden.

Foto: Screenshot/Flyer

 

Die Luft zwischen den Hausärzten und dem Land ist vergiftet. Mit dem Landeszusatzvertrag verdienen die Hausärzte im Schnitt 12 bis 13 Prozent weniger. Plus: Mit der Senkung der Patienten-Höchstgrenze von 2000 auf maximal 1575 komme laut Gewerkschafter ein weiterer finanzieller Verlust von 20 Prozent hinzu. Und die Politik denke nicht daran, den finanziellen Verlust „auch nur teilweise auszugleichen“.

Da Verhandlungen bisher scheiterten, greifen die Ärzte nun zu drastischen Maßnahmen. Dr. Simon Kostner ist Hausarzt in Wolkenstein und Pressesprecher der gewichtigsten Hausärzte-Gewerkschaft SNAMI. Im Video-Interview sagt er: „Wir waren noch nie so erbost.“

stol

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Zwischen Hausärzten und Land fliegen die Fetzen: Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe der „Dolomiten“.

stol