Die Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in Meran machte Vizebürgermeister Zaccaria jüngst bei der Präsentation der Haushaltsabschlussrechnung 2025 öffentlich. „Ein Haushalt bedeutet nicht nur Geldsummen, sondern auch Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung“, schickt er voraus. <BR /><BR />Die Mehrpersonenhaushalte in Meran befänden sich durch die Bank auf dem Rückzug. Meran zählt 9.113 Single-Haushalte von insgesamt 19.972 Haushalten. <BR /><BR />„Wer in den Single-Haushalten wohnt? Ich kann nur spekulieren: Ältere Menschen, deren Lebenspartner gestorben ist oder Getrennte und Geschiedene“, sagt er. Was tun, wenn ältere Menschen nicht mehr alleine wohnen können? „Genau dazu müssen wir uns Gedanken machen. Was steht uns in zehn, 15 Jahren ins Haus? Haben wir genug Betreuungsplätze? Und wie richten wir unsere Wohnbaupolitik aus? Brauchen wir künftig mehr Kleinwohnungen?“, denkt Zaccaria laut nach.<BR /><BR />Und noch eine Zahl bringt den Vizebürgermeister zum Nachdenken. „Meran wächst nur mehr wegen der Zuwanderung. Wir verzeichnen viel mehr Verstorbene als Geburten“, sagt der Finanzstadtrat. Der Anteil der Einwanderer macht in Meran mit 7.894 Personen „fast 20 Prozent aus. Und in dieser Zahl scheinen all jene Zuwanderer, die mittlerweile die italienische Staatsbürgerschaft haben, gar nicht auf. Denn diese zählen zu den restlichen 33.764 Meraner Bürgern. Daher ist der Anteil der neuen Bürger in Meran eigentlich viel höher“, merkt der Vizebürgermeister an.<BR /><BR />Und was bedeutet dies? „Das heißt, dass wir eine vielschichtige Veränderung der Stadt haben – beispielsweise aus kultureller und religiöser Perspektive. Wir haben Schulklassen mit einem sehr hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund – manche in der zweiten Generation. Wir müssen uns bewusst sein, dass Meran sich verändert. Und das heißt, dass wir als Stadtverwaltung diese neuen Herausforderungen richtig interpretieren müssen und entsprechende Lösungen suchen müssen“, sagt der Vizebürgermeister.