Freitag, 09. April 2021

Italien: Weniger Geld für Lebensmittel

Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie sind die Italiener gezwungen, bei den Ausgaben für Lebensmittel zu sparen.

In Corona-Zeiten haben die Italiener weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben.
In Corona-Zeiten haben die Italiener weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben. - Foto: © shutterstock
Im Februar 2021 gingen die Lebensmittelausgaben um 5,5 Prozent zurück. Das geht aus einer Analyse des Landwirtschaftsverbands Coldiretti hervor.

Diese Trendwende sei eingetreten, nachdem der italienische Lebensmittelsektor der Krise im vergangenen Jahr am besten unter allen Wirtschaftsbereichen widerstanden hatte. „Jetzt wirkt sich die Verschärfung der Krise direkt auf die wesentlichen Konsumgüter der Familien aus, angefangen bei den Lebensmitteln“, heißt es im Coldiretti-Bericht.

Der Umsatz im Lebensmittelbereich ging im Februar sowohl im Großhandel (-6,1 Prozent), als auch in kleineren Geschäften (-2,9 Prozent) und sogar in Discountern (-1,5 Prozent) zurück. Dies sei eine dramatische Folge des Umstands, dass inzwischen 5,6 Millionen Italiener in absoluter Armut lebten, eine Million mehr als im letzten Jahr.

Unter anderem Saisonarbeiter besonders betroffen

Zu den neuen Armen gehören jene, die ihre Arbeit verloren haben, kleine Händler oder Handwerker, die wegen der Pandemie schließen mussten, sowie Menschen, die in der Schattenwirtschaft beschäftigt sind und die keine besonderen Subventionen erhalten und keine Ersparnisse auf die Seite legen können, berichtete der Verband.

Betroffenen seien auch viele Saisonarbeiter oder Menschen mit Gelegenheitsjobs, die durch die Pandemie-Restriktionen ihre Jobs verloren haben.

apa/stol

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