Mittwoch, 28. März 2018

Die Lawinengefahr bei den Temperaturanstiegen

Während am Alpenhauptkamm noch erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3 herrscht, ist die Lawinengefahr in den übrigen Landesteilen günstiger. Die Experten vom Lawinenwarndienst empfehlen eine vorsichtige Routenwahl, denn tagsüber findet man alle Schneeverhältnisse vor.

Mit dem Temperaturanstieg verändern sich auch die Schneeverhältnisse.
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Mit dem Temperaturanstieg verändern sich auch die Schneeverhältnisse. - Foto: © shutterstock

Am Alpenhauptkamm geht die Gefahr vom frischen Triebschnee und einem Altschneeproblem aus. Die neuen Triebschneepakete sind zwar meist nur klein, aber leicht auszulösen. Mit der Höhe nehmen Häufigkeit und Auslösebereitschaft der Triebschneepakete zu. 

Im restlichen Land hat sich der Triebschnee etwas verfestigt, er sollte aber weiterhin umgangen werden. Zudem befinden sich in der Altschneedecke, besonders in Steilhängen von West über Nord bis Ost, Schwachschichten, wo vor allem im wenig befahrenen Gelände Lawinen ausgelöst werden können. Im Frühjahr gilt es die tageszeitliche Durchfeuchtung der Schneedecke mit einem möglichen Stabilitätsverlust zu bedenken, warnen die Experten. 

Durch die milderen Temperaturen kann sich die Schneedecke nachts weniger gut festigen. Tagsüber findet man fast alle Schneeverhältnisse vor. Im sonnenexponierten Gelände vielfach tragfähigen Schmelzharsch, was zu erhöhter Abrutschgefahr führt, sowie im windgeschützten, schattigen Gelände lockeren Pulverschnee. In windexponierten Lagen findet man hingegen noch windgepressten Schnee vor.

stol

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