Samstag, 10. August 2019

Die Magie der Sternschnuppen

Es ist wieder Sternschnuppen-Zeit: Der August ist nämlich der Monat der Perseiden. Der Meteorstrom gilt als der ergiebigste des ganzen Jahres, auch wenn die Sichtbedingungen dieses Jahr wegen des zunehmenden Mondes nicht die Allerbesten sind. Die Chance für die Erfüllung geheimer Wünsche ist dennoch hoch. Alles was man zu diesem himmlischen Spektakel wissen muss, erklärt David Gruber, Direktor des Bozner Naturmuseums, im STOL-Interview.

Dieses Jahr fällt der Sternschnuppenschauer leider nicht ganz so grandios wie andere Jahre aus. Am 15. August ist Vollmond und deshalb stört dieses Jahr das Licht des zunehmenden Mondes.
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Dieses Jahr fällt der Sternschnuppenschauer leider nicht ganz so grandios wie andere Jahre aus. Am 15. August ist Vollmond und deshalb stört dieses Jahr das Licht des zunehmenden Mondes. - Foto: © shutterstock

Es ist die Zeit der geheimen Sehnsüchte: Mit jeder Sternschnuppe geht ein stiller Herzenswunsch in Erfüllung – vorausgesetzt, man verrät ihn nicht, so sagt der Volksmund. Die Sternschnuppen der Perseiden sind alljährlich zu sehen, wenn die Erde die Bahn der Staubspur von 109P/Swift-Tuttle, der in einer elliptischen Bahn die Sonne umkreist, kreuzt, erklärt Gruber im Gespräch mit STOL. Der Komet wurde am 16. Juli 1862 von Lewis A. Swift und 3 Tage später von Horace Parnell Tuttle unabhängig voneinander entdeckt. 

Kosmische Staubspur

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nicht einmal stecknadelkopfgroßen Partikel mit fast 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein - also mit nahezu 216.000 Stundenkilometern. In einer Höhe von 80 bis hundert Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden, so Gruber.

Wieviele Sternschnuppen kann man sehen?

Dieses Jahr fällt der Sternschnuppenschauer leider nicht ganz so grandios wie andere Jahre aus. Am 15. August ist Vollmond und deshalb stört dieses Jahr das Licht des zunehmenden Mondes. Laut Gruber heißt es also die Erwartungen etwas zurückzuschrauben. Dennoch lohnt ein Blick gen Himmel. Den Höhepunkt bilden laut Gruber die Nächte vom 9. bis 13. August, zu sehen sind die Sternschnuppen aber bereits einige Tage davor und einige Tage danach. Das Maximum wird am 13. August zwischen 4 und 17 Uhr (MEZ) erreicht. In der Stadt kann man mit ungefähr einer Sternschnuppe alle 10 Minuten rechnen, im ländlichen Bereich mit einigen mehr. Daher gilt die Devise: Wer viele Sternschnuppen sehen möchte, muss raus aus der Stadt in eine lichtärmere Gegend, empfiehlt Gruber. 

Perseiden 2019: Wo und wann sind sie am besten zu sehen?

Die Perseiden tauchen im Sternbild Perseus auf, das zu dieser Jahreszeit in nordöstlicher Richtung am Himmel steht. Dort liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Perseidenmeteore, der sogenannte Radiant. Ein optimaler Ort für die Sichtung der Sternschnuppen bietet einen freien Blick dorthin. Den besten Blick auf die Perseiden hat man übrigens nach Mitternacht, erklärt Gruber. Zwischen zwei und vier Uhr nachts, wenn es am dunkelsten ist, sind die Bedingungen optimal. 

Sternschnuppen-Livestream

Wer das Himmelsspektakel nicht selbst draußen verfolgen kann, gibt es die Möglichkeit sich die Sternschnuppen über einen Livestream anzuschauen. Das Virtual Telescope Project bietet den Livestream bei YouTube an. Dieser startet am Montag, 12. August.

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stol/vs

stol