„Wir werden das kaum aufhalten können, es ist nur eine Frage der Zeit“, meint Imkerbund-Obmann Erich Larcher. Bei Eindämmung der Gefahr in Südtirol kann jede und jeder mithelfen. <BR /><BR />Wieder einmal wird ein eingeschlepptes Insekt zur Bedrohung für die heimische Tierwelt – und diesmal trifft es die Bienen, die nicht zuletzt durch ihre Bestäubungsarbeit zum Überleben der Menschheit beitragen. Ihr neuer Feind in unseren Breiten ist die Asiatische Hornisse (Vespa velutina), die sich im Tempo von etwa 100 Kilometern pro Jahr in Europa ausbreitet und in den Bienenstöcken enorme Schäden anrichtet. <BR /><BR />Der fliegende Bienen-Killer wurde im Jahr 2004 von China aus nach Südfrankreich eingeschleppt. Von dort aus erreichte die Hornisse im Jahr 2012 erstmals Italien, über Ligurien und den Piemont frisst sie sich ins Veneto vor, „südlich von Padua haben wir bereits das Problem“, sagt Imkerbund-Obmann Erich Larcher. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis der gefürchtete Schädling auch Südtirol erreiche, meint Larcher. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="891995_image" /></div> <BR /><BR />Worauf sich die heimischen Imker dann gefasst machen müssen, können sie bei ihren Kollegen in anderen Ländern beobachten. Dort werden bis zur Hälfte der Bienen die Opfer des Eindringlings. Kein Wunder, denn die fleißigen Tierchen gehören zur Nahrung der asiatischen Brummer. Dafür lauern sie oft auch in Gruppen im Schwebeflug vor den Fluglöchern und fangen heimkehrende Flugbienen ab. Eine Hornisse kann bis zu 6 Bienen pro Stunde fressen.<BR /><BR />Um das Vordringen der Eindringlinge zumindest zu erschweren, wurden in vielen Regionen Beobachtungsstationen eingerichtet. Dabei können Hinweise aus der Bevölkerung sehr hilfreich sein. Wertvoll ist es vor allem, wenn frühzeitig Nester entdeckt und dann zerstört werden. Diese sehen wie Luftballons mit einem Durchmesser von bis zu 60 Zentimetern aus, befinden sich meist in Baumkronen und werden aus Holzfasern gebaut. „Solche Nester müssen immer professionell entfernt werden“, betont der Bienenbund-Obmann. Verdächtige Sichtungen sollten – am besten mit Foto – beim Imkerbund gemeldet werden (Mail: info@suedtirolerimker.it). <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="891998_image" /></div> <BR /><BR />Die Asiatische Hornisse selbst wird bis zu 2,5 Zentimeter lang, sie hat eine schwarze Grundfärbung und orange bis gelbe Streifen am Hinterleib. Ihr besonderes Merkmal sind die gelben Beine, der vordere Teil des Kopfes orange.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />