Vom Etschtal bis zum Unterland stehen derzeit die Zypressengewächse in voller Blüte. Entsprechend ist die Pollenbelastung sehr hoch. Aber auch Hasel, Erle und Ulme haben nur auf die ersten warmen Tage gewartet.<BR /><BR /> Erschwerend zum sprunghaften Temperaturanstieg kommt das trockene Wetter hinzu. „Regen würde die Pollen aus der Luft waschen. So bleiben sie. Und auch die, die sich als Staub abgesetzt haben, werden immer wieder aufgewirbelt“, erklärt Stenico. Je länger es also nicht regnet, desto höher ist die Belastung. <BR /><BR />Nach den ersten Frühblühern folgen die nächsten Schlag auf Schlag. „Die ersten Pappeln fangen zu blühen an und die Birken folgen als Nächstes“, weiß Stenico. Auch Esche und Weide werden ansteigen und erste Süßgräser-Pollen sind in der Luft. In den Tallagen ist also auch weiterhin mit einer hohen Pollenbelastung in der Luft zu rechnen.<h3> Verschnaufpause in den Bergen</h3> In den höheren Lagen haben Allergiker derzeit noch ein wenig Verschnaufpause, bevor auch dort der Pollenflug startet. Wer wissen will und muss, wie hoch die Belastung an seinem Standort ist, der kann die entsprechenden Infos über die App des Pollenflugdienstes für seine jeweilige Gemeinde erfahren. „Oder auch nach geeigneten Orten für einen Spaziergang oder Ausflug suchen. Denn manchmal reicht schon ein kleiner Höhenwechsel, um ,seinen‘ Pollen auszustellen“, rät die Expertin. <BR /><BR />Für Bozen zeigt der Pollenbericht jedenfalls derzeit tiefrot für die Zypressengewächse – mit einer Belastung von über 400 Pollen pro Kubikmeter Luft. Tendenz gleichbleibend. Von Hasel, Erle und Ulme finden sich zwischen 50 und 70 Pollen in einem Kubikmeter. Allerdings reicht eine Konzentration von 20 Pollen pro Kubikmeter aus, um bei einem Allergiker Heuschnupfensymptome hervorzurufen. <BR /><BR />In Schlanders schweben derzeit vor allen Dingen Hasel- und Erlenpollen in der Luft – mit einer Konzentration von rund 100 Pollen pro Kubikmeter Luft, während die Belastung in Bruneck noch sehr gering ist. <h3> Tipps und Tricks für die Pollen-Hochzeit</h3> Was kann man – neben Medikamenten – tun, um sich zu schützen? Alberta Stenico hat einige Tipps für die Pollen-Hochzeit: Die Wohnung stoßlüften, anstatt die Fenster länger offen zu lassen; Wäsche zum Trocknen nicht ins Freie hängen, besonders wichtig für Bettwäsche; auch sollte das Bettzeug nicht zum Auslüften nach draußen gehängt werden; häufiger Haare und Gesicht waschen und duschen, besonders vor dem Schlafengehen. <BR /><BR />„Denn die Pollen verfangen sich auch in Haaren und Wimpern und können so beim Schlafen auf das Kopfkissen übertragen werden, von wo man sie wieder einatmet“, erklärt sie. „Auch ein Mund-und-Nasenschutz hilft natürlich, etwa ein Schlauchtuch, vorausgesetzt, man trägt immer dieselbe Seite nach außen“, so Stenico.