Donnerstag, 25. Mai 2017

Die Postpolizei warnt: Das Internet vergisst nicht

Vergangene Woche hat die Abgeordnetenkammer in Rom Cybermobbing den Kampf angesagt. Kinder und Jugendliche sollen vor Verfolgung im Internet besser geschützt werden. Die Post- und Kommunikationspolizei setzt auf Prävention. Und tourt durch Südtirols Schulen. Sie will aufklären und sensibilisieren.

Die Post- und Kommunikationspolizei setzt auf Prävention. Sie will aufklären und sensibilisieren.
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Die Post- und Kommunikationspolizei setzt auf Prävention. Sie will aufklären und sensibilisieren.

Der Erfolg sozialer Netzwerke hat auch negative Auswirkungen: Cybermobbing – Verfolgung via Internet. Meist startet das Mobbing mit einer einzelnen Person, die die Zielperson mobbt. Persönliche Informationen und peinliche, intime Bilder werden online veröffentlicht, um dem Opfer zu schaden.

Einmal im Netz, verbreiten sich Bilder und Informationen schnell und die Mobber wachsen zu einer Gruppe heran, weil viele einfach mitmachen, ohne zu wissen worum es geht.

Die Zielperson wird immer mehr unter Druck gesetzt, Hass und Aggressionen nehmen zu. Eine Erfahrung, die junge User immer häufiger machen müssen.

Als Folge kann das Opfer unter anderem in Depressionen verfallen.

Postpolizei klärt Schüler auf

Das Cybermobbbing alles andere als ein Kavaliersdelikt ist, darauf weist die Post- und Kommunikationspolizei hin. Beamte der Einheit touren durch Südtirols Schulen, um Schüler auf die Gefahren des Internets hinzuweisen – am Mittwoch etwa an der Technologischen Fachoberschule „Max Valier“.

Vasyl Demchuk von der TFO "Max Valier" und Francesco Campisi von der Postpolizei. - Foto: TFO "Max Valier"

Francesco Campisi und Ivo Plotegher erklärten den Erstklässlern, dass das Veröffentlichen privater Informationen ohne das Einverständnis der betroffenen Person eine Straftat ist. Und wiesen die Schüler daraufhin, dass der richtige Umgang mit eigenen Informationen der beste Schutz vor Cybermobbing ist.

Die Beamten machten auch klar, dass Hilfe möglich ist. Etwa indem sich das Opfer einer nahestehenden Person anvertraut oder den Fall direkt bei der Postpolizei meldet.

stol

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