Seit über 20 Jahren wartet das 1905 eröffnete Bozner Stadtmuseum auf eine umfassende Sanierung. Nun kommt Bewegung in das Projekt: Der Startschuss für die längst überfällige Renovierung könnte bald fallen.<BR /><BR /><BR />„Der Kulturbeirat des Landes hat auf einer der letzten Sitzungen den Bericht eines Vertreters des Stadtmuseums zwar gutgeheißen, möchte aber zusätzlich ein Konzept für die künftige Ausrichtung der Einrichtung nach einer Renovierung, die auch mit Geld des Landes durchgeführt werden soll“, erklärte Bozens Stadtrat Claudio Della Ratta, der unter anderem für das Stadtmuseum zuständig ist, gegenüber STOL. Als Stadtmuseum solle es die Geschichte der Stadt vermitteln. „Dabei können auch Stücke des Museumsvereins, der ein grundlegender Bestandteil des Museums ist, Teil der Ausstellung sein“, betonte der Stadtrat. <BR /><BR /><BR />Dem 1882 gegründeten Museumsverein gehören rund 80 Prozent der Ausstellungsstücke. Derzeit kann nur der erste Stock des 1905 vom damaligen Bürgermeister Julius Perathoner eröffneten Museums besichtigt werden, der vierte Stock ist für Sonderausstellungen vorgesehen. Der für das Stadtbild charakteristische Turm, der einen großartigen Ausblick über die Stadt bietet, ist seit Herbst 2025 frei zugänglich.<BR /><BR /><BR />Der Vorstellung des Stadtmuseums vorausgegangen war ein Gespräch von Bozens Vizebürgermeister Stephan Konder mit dem für Museen zuständigen Landesrat Philipp Achammer. „Die Gemeinde Bozen hat im Haushalt bereits zweieinhalb Millionen Euro für die Renovierung des Museums eingeplant. Ohne einen Beitrag des Landes können wir die Sanierung aber nicht stemmen“, betont Konder, der sich jedoch zuversichtlich zeigt, „denn der politische Wille ist da.“<h3> Stellungnahme des Kulturbeirates entscheidend</h3>Auch Della Ratta ist optimistisch, dass ein „substanzieller Beitrag von etwa sechs Millionen“ Euro gewährt werde, zumal man politische Zusicherungen erhalten habe. „Entscheidend ist aber die Stellungnahme des Kulturbeirats des Landes“, betont der Stadtrat. Das Konzept für das Museum werde derzeit von einer Expertin ausgearbeitet, die von der Stadtgemeinde beauftragt worden sei. Voraussichtlich Anfang September werde es den Mitgliedern des Landeskulturbeirats vorgestellt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir im Anschluss den Beitrag erhalten. Wir müssen bald mit den Arbeiten im zweiten und dritten Stock beginnen, um nicht weitere Zeit zu verlieren. Wir können nicht noch einmal 20 Jahre warten“, so Della Ratta.