In anderen Stadtteilen „passiert es hin und wieder, dass wir ein zweites Mal den Restmüll abholen müssen, aber das ist die Ausnahme. Die 3 Restmüll-Fahrten nach Sinich in der bekannten neuralgischen Zone sind reguläre Fahrten. Wobei ich nicht alles auf die Sinicher schieben möchte, denn dort sind auch Mülltouristen unterwegs“, sagte Patrik König, Generaldirektor der Stadtwerke Meran, bei der Anhörung am Dienstag im Gemeinderat. <BR /><BR />In diesem Punkt habe Gemeinderätin Paola Zampieri (Fratelli d’ Italia) recht, meinte König. Diese hatte die Stadtwerke-Spitze scharf angegriffen, von wegen es „ist schon mutig, dass die Stadtwerke-Spitze in den Gemeinderat kommt angesichts des Müll-Desasters“. Detail am Rande: Zampieri hatte sich in Vergangenheit sogar dafür ausgesprochen, die Biomüll-Sammlung – die in den meisten anderen Orten Alltag ist – erneut in Frage zu stellen.<BR /><BR />Dank Einführung der Biomüll-Sammlung sei die Restmüllmenge in Meran in den ersten Monaten um durchschnittlich 15 Prozent gesunken, die Biomüllmenge habe sich um 30 Prozent erhöht. „Überhaupt war die Einführung der Biomüll-Sammlung die größte Umstellung des Müllsammelsystems in den vergangenen 20 Jahren“, meinte Generaldirektor König.<BR /><BR />Wegen der teils strengen Kontrollen bei der Biomüll-Sammlung verwies König auf den Umstand, dass der Abnehmer Eco Center hohe Anforderungen stelle. „Es ist nicht so, dass die Stadtwerke einfach böse sind. Wir wollen nur das Beste und das geht nicht ohne Kontrolle. Und die Qualität des Biomülls ist sehr gut, nur 3 Prozent kommen zurück“, sagten König und Matteo Filippi, Verantwortlicher für den Biomüll.<BR /><BR />Was illegale Müllablagerungen betreffe, tue die Stadtpolizei ihr Bestes. „Es wurden bereits etliche Strafen ausgestellt, aber viele der Müllsünder zahlen einfach nicht“, stellte König fest. Was eine Karton- und Plastiksammlung betreffe, sei man dabei, nach Lösungen zu suchen. „Wir machen den Dreck weg, aber den Dreck macht jemand anderer. Jeder muss seinen Beitrag leisten, wir als Stadtwerke werden es nie alleine bewerkstelligen können, die Stadt sauber zu halten. Das ist eine Utopie“, sagt König.<BR />