Dienstag, 31. August 2021

Moderate Temperaturen, überdurchschnittlich heiß: So war der Sommer

Keine längere Hitzewelle und trotzdem überdurchschnittlich warm: Das war der heurige Sommer, berichtet das Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung in der Agentur für Bevölkerungsschutz.

Ein Wechselspiel aus Sonne und Regen: Das war der Sommer 2021.
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Ein Wechselspiel aus Sonne und Regen: Das war der Sommer 2021. - Foto: © liz
Mit dem heutigen 31. August geht der meteorologische Sommer zu Ende: Dieser Sommer brachte - anders als in den vergangenen Jahren - etwas moderatere Temperaturen mit sich, fassen die Meteorologen des Landesamtes für Meteorologie und Lawinenwarnung in der Agentur für Bevölkerungsschutz zusammen.

Der zehntwärmste Sommer seit 1850

Der diesjährige August war so kühl wie seit 7 Jahren nicht mehr, aber weil die Durchschnittstemperaturen im Juni ungewöhnlich weit hinaufkletterten, geht dieser Sommer als der zehntwärmste in die Messgeschichte ein.

Die Messgeschichte in Südtirol beginnt im Jahr 1850 – und der diesjährige Juni war um 2,5 Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt. Somit war dieser Juni der dritt- bis viertwärmste seit Messbeginn, weiß Landesmeteorologe Dieter Peterlin.

„Darauf folgte ein durchschnittlich temperierter Juli. Der August war dann spürbar zu kühl – um gut ein Grad kühler als im langjährigen Durchschnitt, das ist damit der kühlste August seit 2014. Auch wenn es im Sommer keine längere Hitzewelle gab, nicht besonders viele Tropennächte und auch wenn keine neuen Hitzerekorde gebrochen wurden, so kommt dieser Sommer trotzdem auf Platz 10 der wärmsten Sommer seit Messbeginn im Jahre 1850. Die 3 wärmsten Sommer bisher waren: 2003, 2015 und 2019“, berichtet der Landesmeteorologe.



Die höchste Temperatur wurde am 28. Juni mit 34,9 Grad in Gargazon gemessen; am kühlsten war es am 1. Juni in Welsberg mit 0,9 Grad.

Niederschläge sehr unterschiedlich verteilt

Bei den Niederschlägen zeigt sich ein differenziertes Bild je nach Landesteil, berichten die Meteorologen: Immer wieder gingen schwere Gewitter nieder, die meisten im Norden Südtirols wie beispielsweise im Ahrntal.

Auch das Wipptal war stark betroffen. Hier wurden auch deutlich überdurchschnittliche Niederschlagsmengen verzeichnet. Um etwa 20 Prozent trockener als normal war es dagegen im mittleren Vinschgau.

Der gewitterreichste Tag sei der 16. August gewesen: Da wurden über 2000 Blitze gezählt, sagt der Landesmeteorologe. Viel geregnet habe es beispielsweise in Sterzing – über 500 Liter pro Quadratmeter, normal wären 300 Liter.

So geht es weiter: Zunehmend sonnig und wärmer

Der September beginnt am morgigen Mittwoch im ganzen Land sehr sonnig, die Temperaturen steigen an, auch der zweite Tag im September bringt nach Auflösung örtlicher Hochnebel viel Sonnenschein.

Weitere Informationen zum Wetter gibt es auf der STOL-Wetterseite.

lpa/d