Gut gemeint, aber schlecht getroffen: Eigentlich sollte die Grünzone im Bereich zwischen „Sodalizio Cattolico“-Gebäude und Gasteiner-Schule eine gemütliche Ecke werden. Deshalb wurden dort, neben den Spielgeräten für die Kleinkinder, auch Pergolas und begrünte Bereiche geschaffen. Diese, teils überwachsenen und versteckten, Zonen im Park erweisen sich jetzt aber als idealer Aufenthaltsort für Drogenkonsumenten, Obdachlose oder Jugendliche, die die Nacht zum Tag machen möchten. Den SVP-Frauen Johanna Ramoser (Stadträtin), Paula Aspmair (Ortsobfrau) und Sylvia Hofer (Stadtviertelratspräsidentin) sind die Zustände in der Zone schon seit längerem ein Dorn im Auge.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="947752_image" /></div> <BR /><BR />„Wir müssen die Sache jetzt in die Hand nehmen und die gesamte Zone neu gestalten“, kündigt Stadträtin Ramoser an. Sie werde sich um die Ausarbeitung eines Neugestaltungsprojektes bemühen, denn inzwischen sei der Bereich zu einer finsteren Ecke geworden, die besonders in den Abendstunden Probleme bereite. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="947755_image" /></div> <BR /><BR />„Aber nicht nur“, ergänzt Sylvia Hofer, dass Drogen- und Alkoholkonsum – direkt neben dem Spielplatz – auch tagsüber ein Problem seien. Um der Sache Herr zu werden, seien nicht nur eine Neugestaltung, sondern dann auch entsprechende Polizeikontrollen notwendig. „Die Ordnungshüter müssen öfters durch die Zone fahren, nicht nur entlang der Vintlerstraße“, sagt Hofer. <BR /><BR />Im Raum steht auch eine Sperren des Durchgangs in den Nachtstunden. Allerdings könne dann auch der Radweg während dieser Stunden nicht mehr genutzt werden. „Auf jeden Fall muss eine Schließung in den Nachtstunden geprüft werden“, fordert Ortsobfrau Paula Aspmair. Zudem sei in der Zone unbedingt die Beleuchtung zu verbessern. <BR /><BR />Ein Lied von den Zuständen singen kann mittlerweile auch Petra Eisenstecken, die Leiterin des Mädchenheims der Kofler-Stiftung. Sie sieht sich besonders in der Verantwortung, da in ihrer Einrichtung 67 Mädchen wohnen, die sich seit geraumer Zeit mit diversen Problemen wie Lärmbelästigung, benutzten Spritzen von Drogenabhängigen usw. konfrontiert sehen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="947758_image" /></div> <h3> 3 Fragen an Petra Eisenstecken</h3><b><BR />Frau Eisenstecken, was genau geht in der Zone hinter der Vintlerstraße vor sich?</b><BR />Petra Eisenstecken: Von 19 Schultagen, die wir heuer hatten, haben wir nun schon 5 Mal den Wachdienst Ronda oder die Polizei verständigt. Mittlerweile sind wir dazu über gegangen, alle Meldungen und Vorkommnisse zu dokumentieren, um im Ernstfall gerüstet zu sein.<BR /><BR /><b>Was beanstanden Sie konkret?</b><BR />Eisenstecken: Die Mädchen beschweren sich, dass sie wegen lauter Musik, die aus dem Park kommt, nicht schlafen können. Es gibt regelmäßig Gegröle und Unruhe. Es werden Müll und teils auch gebrauchte Spritzen in unsere Grünfläche geworfen. Ich weiß, dass das im Garten des nebenliegenden Kindergartens auch ein Problem ist. Es ist auch bereits passiert, dass Mädchen und übrigens auch ich selber im Garten angepöbelt wurden. Mehrmals wurde mir berichtet, dass sich sich in der Zone ein älterer Herr entblößt. <BR /><BR />