Donnerstag, 15. Juli 2021

„Die Stadt in Zahlen“ – So hat sich die Coronakrise auf Bozen ausgewirkt

Wie Bozens Stadtrat für Statistik Angelo Gennaccaro informiert, ist seit dem heutigen Donnerstag die neue zweisprachige Sammlung statistischer Daten „Bozen 2021 - Die Stadt in Zahlen“ erhältlich. Die Broschüre wurde vom Amt für Statistik und Zeiten der Stadt der Gemeinde Bozen erarbeitet.

Eine neue Broschüre gibt einen Überblick über wichtige Daten und Fakten zur Stadt Bozen.
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Eine neue Broschüre gibt einen Überblick über wichtige Daten und Fakten zur Stadt Bozen. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Die Broschüre bietet einen Überblick über alle wichtigen Daten und Fakten zur Stadt Bozen zu den Themen Raum, Bevölkerung, Umwelt, Gesundheit und Soziales, Bildung, Kultur und Freizeit, Verkehr und Transport, Wirtschaft, Bautätigkeiten und wohnen sowie Gemeindeverwaltung. „Alle diese Bereiche sind von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen, die im Jahr 2020 ausgebrochen ist“, erklärt Gennaccaro.

Mehr Besucher bei Messen, weil viele digital stattfanden

Die Einwohnerzahl ist von 107.885 im Jahr 2019 auf 107.879 Einwohner im Jahr 2020 gesunken, die gesammelte Müllmenge ist gesunken, von 56.309 Tonnen im Jahr 2019 auf 51.488 Tonnen im Jahr 2020. Der Wasser- und Gasverbrauch ist aufgrund des erhöhten Verbrauchs der Haushalte gestiegen, jener der Gewerbebetriebe ist allerdings zurückgegangen.

Stark rückläufige Zahlen gab es auch bei Kultur und Freizeit: Die Besucherzahlen der 13 städtischen Museen sind von 550.594 im Jahr 2019 auf 182.275 Besucher im Jahr 2020 gesunken. Auch die Zahl der Kinobesucher ist zurückgegangen: Von 479.407 bei 1145 Vorführungen im Jahr 2019 ist die Besucherzahl 2020 auf 123.509 bei 420 Vorführungen gesunken.

Natürlich war auch der Handel von der Pandemie betroffen. Zum ersten Mal seit 6 Jahren gab es eine Trendwende im Wachstum des Handelsvolumens. Exporte und Importe gingen zurück, letztere stärker. Die Zahl der lokalen Märkte ist von 21 auf 18 gesunken. Auch die Ausstellerzahl auf den Messen brach ein. So gab es nur 890 Aussteller im Jahr 2020 gegenüber 3714 im Jahr 2019. Die Besucherzahlen sind jedoch angestiegen, da von 24 Messeveranstaltungen 21 digital stattgefunden haben.

Tourismus am schwersten betroffen: Touristenankünfte mehr als halbiert

Die Zahl der Geschäfte hat sich von 1410 auf 1388 reduziert. Der Tourismus war der Sektor, der am stärksten von der Pandemie betroffen war: Obwohl die Zahl der Beherbergungsbetriebe und Betten im Jahr 2020 gestiegen ist, haben sich die Touristenankünfte mehr als halbiert. Im Jahr 2019 waren es demnach noch 343.800, im Jahr 2020 ist diese Zahl auf 145.400 gesunken. Die Touristen haben durchschnittlich 2,4 Nächte in Bozen verbracht.

23.554 Kinder und Jugendliche haben die 111 schulischen Einrichtungen besucht, im Jahr 2019 waren es 110 (vom Kindergarten bis zur Oberschule). Die 30 Bibliotheken (31 im Jahr 2019) der Stadt haben 281.672 Buchausleihen verzeichnet, im Jahr 2019 waren es 431.354. Das Angebot an Einrichtungen und sozialen Diensten für die Bürger ist von 102 auf 105 angestiegen.

Die Zahl der Fahrgäste, die die Stadtbusse genutzt haben, hat sich mit 7,3 Millionen fast halbiert – im Jahr 2019 waren es 13,3 Millionen. Die Arbeitslosenquote ist auf 5,6 Prozent gestiegen, im Jahr 2019 lag sie bei 4,8 Prozent. In der Gemeindeverwaltung waren 997 Mitarbeiter beschäftigt, davon 219 in Teilzeit. Die Inflationsrate betrug am Ende des Jahres 2020 0,8 Prozent. Außerdem ist die Durchschnittstemperatur von 13,9 Grad Celsius auf 13,5 Grad gesunken. Es gab insgesamt 74 Regentage, im Jahr 2019 gab es 95.

Die vollständige Broschüre ist online verfügbar. In Papierform ist die Publikation in der Gemeinde Bozen, im Amt für Statistik und Zeiten der Stadt in der Piavestraße 3, in den Bürgerzentren der Stadtviertel und am Bürgerschalter im Rathaus sowie in den Bibliotheken der Stadt erhältlich.

stol